Schmidt-Wulffen spricht von einem Zusammenprallen der Kräfte der Beharrung mit jenen der Reform. Im Senat säßen die "Lebenslangen" (Professoren), er weiß aber die "Jungen" hinter sich, die eine Petition gegen den Antrag verfassten. Nun muss sich auch der Uni-Rat mit der Causa befassen. Sollte auch er den Antrag annehmen, ist Schmidt-Wulffen abzuberufen. Der Rat nahm dessen Reformpläne aber unlängst einstimmig an.
In einer Aussendung am Freitag hieß es dazu: Der Universitätsrat der Akademie der Bildenden Künste Wien wird sich mit dem Abwahlantrag gegen Rektor Stephan Schmidt-Wulffen beschäftigen, wenn ihm dieser Antrag schriftlich vorliegt. Bisher habe der Uni-Rat nur über die Medien Kenntnis vom gestrigen Senats-Beschluss erhalten. Bis zum Beschluss über den Abwahl-Antrag werde der Universitäts-Rat zum Verfahren nicht Stellung nehmen, um dieses nicht zu präjudizieren, hieß es. (APA/trenk/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.6.2005)