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Belvedere-Chefin Husslein verlangt mehr Subvention

12.01.2011 | 18:21 |  (Die Presse)

Besucher-Rekord im Belvedere. Auch mehr Jugendliche als noch im Vorjahr besuchten Ausstellungen. Mit den Kosten des neuen 20er Hauses gibt es Probleme. Fünf für 2011 geplante Ausstellungen werden gestrichen.

812.522 Besucher verzeichnete das Belvedere 2010, so viele wie nie zuvor seit der Ausgliederung und um acht Prozent mehr als 2009. Der Eigendeckungsgrad beträgt 56,7 Prozent. Dies gab Direktorin Agnes Husslein-Arco am Mittwoch im 20er-Haus bekannt, das am 20.September 2011 eröffnet werden soll: mit einer Schau über die Geschichte des Baus.

Bei diesem gibt es Probleme: Man wartet auf die Anweisung für die „BauphaseII“ und muss die Vorbereitung des Programms, für das nach einer Ausschreibung Cosima Rainer und Bettina Steinbrügge als neue Kuratorinnen engagiert wurden, aus Eigenem finanzieren. Dafür hat man „sehr vorsichtig“ fünf für 2011 geplante Ausstellungen gestrichen: „Es bleibt uns nichts anderes übrig. Wir haben auch an vielen anderen Stellen gekürzt, und auch der Personalplan wird angeschaut.“

 

Verlust durch Gratiseintritt

Der neue Budgetplan für 2011 sei allerdings bisher weder vom Kulturministerium noch vom Kuratorium abgesegnet worden. „Aber es ist ganz klar, dass wir mehr Geld brauchen. Wir können das Haus nicht bespielen ohne eine Erhöhung der Basisabgeltung (Subvention). Und es ist uns gesagt worden, dass es für 2012 auch so sein wird.“ Die derzeitige Basisabgeltung des Belvedere beträgt 6,9 Mio. Euro, den Erhöhungsbedarf bezifferte Husslein auf fünf Mio. Euro. Das Wotruba-Archiv wird gleichzeitig eröffnet, die Artothek erst ein Jahr später, der Skulpturengarten wird reaktiviert. Den in unmittelbarer Nachbarschaft entstehenden Stadtteil sieht Husslein „als große Chance“, es entstehe dadurch ein bis zum Karlsplatz reichender Museums- und Parkparcours: „In zwei, drei Jahren wird es grandios sein!“

Aufgrund des Gratiseintritts kamen viel mehr Jugendliche als im Vorjahr. „Das freut uns natürlich“, meinte Husslein, aber dem Belvedere entgingen dadurch 400.000 Euro. Da tröstet die geringfügige Erhöhung der Subvention um 0,7 Mio. Euro (bereits 2009) nur wenig. Ausstellungen widmen sich Kubismus, Futurismus, Kinteismus (ab 10.2.), Schiele-Porträts, Gauguin (2013).


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