
Unterirdisches Kunst-Depot
eröffnet.
Wien. Am Wiener Karlsplatz, der derzeit
umgestaltet wird, gibt es eine Baustelle weniger: Am Donnerstag wurde das
neue unterirdische Depot der Secession präsentiert. Der 360 Quadratmeter
große Lagerraum wurde nach Plänen des Architekten Adolf Krischanitz
errichtet. Er soll künftig die Abwicklung von Ausstellungen erleichtern.
In den Raum unter der Secession können Gegenstände mittels Aufzug
direkt transportiert werden. Eine Sammlung wird das neue Depot nicht
beherbergen, da die Secession keine solche besitzt.
Neben dem Friesraum, der 1986 für den Beethovenfries von Gustav Klimt
errichtet wurde, ist das neue Depot der zweite große Erweiterungsbau seit
der Errichtung des Secessionsgebäudes 1898. Das Depot wurde durch einen
unterirdischen Gang an der Hinterseite mit der Secession verbunden.
Die Gesamtkosten betrugen 1,1 Millionen Euro. Die Stadt übernimmt
720.000 Euro, der Rest wird von der Secession aufgebracht. Im Zuge des
Baus wird auch der Vorplatz neu gestaltet, wobei die Arbeiten noch im
Gange sind. Die Marc-Anton-Skulptur von August Strasser wird nach
Abschluss der Arbeiten etwas nach hinten versetzt.
Freitag, 28. April
2006