Wien (APA) - Ein markantes Zeichen
für die "geopolitische Ausrichtung" will die 52. Kunstbiennale von
Venedig mit dem Projekt "Grand Tour 2007" setzen. Erstmals haben sich
die Biennale, die Art Basel, die documenta in Kassel und die Skulptur
Projekte Münster für gemeinsame Marketingveranstaltungen
zusammengeschlossen. Die "Grand Tour 2007" bietet auch Reise-Packages
für Besucher.
Im Juni werden nacheinander die drei wichtigsten Ausstellungen zur
zeitgenössischen Kunst sowie die führende Kunstmesse eröffnen. Die
europäischen Großausstellungen werden in Nord-und Südamerika, dem
Mittleren Osten und Asien gemeinsam beworben. "Deutlicher kann die
Verschiebung der geopolitischen Gewichte innerhalb des weltweiten
Kunstgeschehens kaum symbolisiert werden". Statt weiter von einer
Konkurrenz zwischen den Grußausstellungen auszugehen, habe sich die
Erkenntnis durchgesetzt, dass sie nur noch gemeinsam "jene kritische
Größe repräsentieren, die sich im globalen Wettbewerb der
Kunstereignisse durchsetzen kann". In der von Robert Storr kuratierten
Internationalen Ausstellung der Biennale sind auch österreichische
Künstler vertreten: Neben VALIE EXPORT finden sich auch Rainer Ganahl
und Franz West. Alle drei Künstler hatten in der Vergangenheit im
österreichischen Pavillons ausgestellt, den heuer Herbert Brandl mit
einer Einzelausstellung neuer Gemälde bespielen wird. Den Beginn der
Kunstmessen macht am 10. Juni die 52. Kunstbiennale in Venedig, am 13.
Juni eröffnet die Art 38 Basel, am 16. Juni folgen die Skulptur
Projekte Münster und die documenta 12.
APA 12:33 6.04.2007
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