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Eine F.A.R.M. als Labor

Kulturzentrum. Salzburg hat ein neues Kulturzentrum. Es ist in Golling, ist klein und fein – mit Sitz auf der 700 Jahre alten Burg.

Heinz Bayer golling (SN). F.A.R.M. heißt das jüngste Kulturzentrum Salzburgs. Der Name steht für die Suche nach regionaler kultureller Identität. Um die bemüht sich eine Gruppe von rund vierzig jungen Tennengauern. In Form von Malerei, Grafik, aber auch durch Fotografie und Filmkunst.

Eva Zagorova, im Hauptberuf bei der Szene Salzburg beschäftigt, ist das Gesicht der F.A.R.M. und zudem eine Art Mastermind (www.diefarm.at).

100 Quadratmeter stellt die Gemeinde dem F.A.R.M.-Team zur Verfügung. Zagorova: „Es gibt ein Atelier, ein Büro und in der Burg selbst einen Veranstaltungsraum für 150 Besucher. Wir verstehen das Kulturzentrum als kreatives Labor und keinesfalls Jugendzentrum und Partyzone.“ Für drei Jahre ist der Betrieb finanziell und inhaltlich abgesichert. Das F.A.R.M.-Team trifft sich regelmäßig am Freitag.

Thematisch stehe die Auseinandersetzung mit der ländlichen Entwicklung und die Reflexion dieser Entwicklung mit künstlerischen Ausdrucksformen im Mittelpunkt.

„Seit Jahren wird diskutiert, wie es gelingen könnte, junge Menschen in der Altersgruppe von 18 bis 30 gerade im ländlichen Bereich an verschiedene Kunstformen heranzuführen. Studien belegen, dass sich gerade diese Altersgruppe zu wenig mit Kunst und Kultur ,versorgt’ fühlt. Wir denken, mit der F.A.R.M. einen möglichen Weg aufzeigen zu können“, sagt Zagorova.

Ein Symposion im Dezember setzt den Schwerpunkt auf die Zukunft und die Entwicklung ländlicher Regionen.

Teilnehmen daran wird auch der Grafiker und Designer Tom Halwa aus Kuchl.

Mit seiner Visualisierung einer architektonischen Utopie namens „The Kuchl Project“ (www.nextkuchl.com) sorgte er bereits für einen mittleren Wirbelsturm auf Facebook.

Die Eckdaten des Projekts sehen so aus: Wohnfläche für bis zu 10.000 Bewohner Energieautonome modulare Hightech-Architektur Höhe zirka 300 Meter Blickrichtung Süden über Landwirtschafts- und Parkflächen Hindernisfreies (unverbaubares) Bergpanorama

Kultur / 04.10.2010 04.10.2010 / Print

 
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