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derStandard.at | Kultur | Gedankenjahr | Plakative Erregung 
29. Dezember 2005
16:59 MEZ
Gewista-Chef will nicht "Kunstzensor" sein
Javurek: Vorab-Prüfung von Kampagnen nicht üblich, Künstlergruppe begleitete offiziell das Gedenkjahr

Wien - Gewista-Direktor Karl Javurek will über die umstrittenen EU-Plakate "öffentlich keine Wertung abgeben". "Die Aktion 25 Peaces ist ein Kunde von uns und hat die Rolling Boards gebucht und bezahlt", sagte er am Donnerstag. Mit 25 Peaces habe man zwei Aktionen durchgeführt: Die großflächige "Beflaggung" von Wiener Straßenbahnen ("Peace beflaggt") und eben die aktuellen Rolling Board-Aufreger ("Peace gerollt"). Kampagnen im Vorhinein zu überprüfen, sei nicht üblich, betonte der Gewista-Chef. "Wir wollen uns ganz bewusst nicht als Kunstzensor verstehen."

Die Aktion sei ja "nicht von irgendeiner unter Anführungszeichen 'verrückten' Künstlergruppe gekommen, sondern von einer, die offiziell das Gedenkjahr begleitet hat." Darüber hinaus hätten die Veranstalter erklärt, dass sie "entsprechend vom Bundeskanzleramt unterstützt" würden. "Wenn jemand mit diesem Background und Auftrag daherkommt, dann fange ich nicht mit ihm zu diskutieren an, was ist Kunst und was ist nicht Kunst." (APA)


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