| INNSBRUCK. Mit ihren Ausstellungen wolle die Sparkasse
aktiv einen Beitrag zur Diskussion über moderne Kunst leisten,
so Vorstandsdirektor Reiner Splechtna. Mit dem 75-jährigen
Francois Morellet wird einer der wichtigsten französischen
Künstler der Gegenwart präsentiert, dessen Kunst in den großen
Museen der Welt präsent ist
Zwei Beispiele aus seinem Gesamtwerk sind in der
Sparkassen-Kunstecke gegenübergestellt. In beiden geht es um
das Spiel mit Systemen, um deren Positionierung im Raum, um
das Auskommen mit minimalen visuellen Mitteln. Nach Innsbruck
hat Morellet eine 18 Jahre alte und eine ganz neue Arbeit
mitgebracht. In der von 1983 geht es um das Quadrat und dessen
Variation. Ein weißes Quadrat ist leicht auf die Seite
gekippt, trifft sich in einer Ecke mit einem weiteren Quadrat,
das durch zwei Neonröhren zitiert ist, um sich erst im Kopf
des Betrachters ideell zu vervollständigen.
Die zweite, mit schwarzen Klebestreifen an der Wand
montierte Arbeit besteht aus einer Folge horizontaler und
vertikaler Balken, die sich Schritt für Schritt annähern, um
sich am Ende zu einem Plus zu vereinen.
Gregor Neuerer hat seine Arbeit "Spot of a homeless" ist im
Eingangsbereich der Sparkasse installiert. Sie ist ein Denkmal
für eine obdachlose Frau, die Neuerer durch Monate beobachtet
hat. Ein großes Foto zeigt den Fleck, den ihr Sitzen vor
täglich derselben Hausmauer hinterlassen hat, ein Video
dokumentiert ihr sinnentleertes Leben.
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