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26.02.2004 - Kultur&Medien / Kultur News
Neue Jury: Experten für Kunst im Wiener Raum
Der neue, heuer mit 1,2 Millionen Euro ausgestattete Fond für Kunst im öffentlichen Raum in Wien hat seine fünf Wächter bekommen.

Für Anfang des Jahres war sie angekündigt. Jetzt gab Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny die Besetzung der fünfköpfigen Jury bekannt, die über die Verwendung des neuen Wiener Fonds für Kunst im öffentlichen Raum entscheiden soll. Für drei Jahre ernannt wurden die Museumsdirektoren Edelbert Köb (Museum Moderner Kunst) und Wolfgang Kos (Wien Museum), die Leiterin der Galerie des Landes Tirol, Silvia Eiblmayr, Ute Meta Bauer, die "documenta"-erprobte Leiterin des Instituts für Gegenwartskunst der Akademie der bildenden Künste sowie Kuratorin Brigitte Huck.

Für das laufende Jahr stehen 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. In Zukunft ist eine Basisfinanzierung von 800.000 Euro jährlich vorgesehen. Finanziert wird der im Dezember 2003 vom Gemeinderat beschlossene Fond zum größten Teil durch jene Ressorts der Stadt, die öffentliche Bauvorhaben realisieren (Wohnbau- und Stadtentwicklung). Die Jury ist in der Kulturabteilung angesiedelt.

Anfang März werde die erste konstituierende Sitzung stattfinden, so Mailath-Pokorny zur "Presse". Inhaltliche Vorgaben habe er bewusst keine gesetzt. Aber: "Die Jury soll nicht nur auf Einreichungen warten, sondern auch selbst aktiv werden, die Stadt-Geografie im Auge behalten und für Qualität stehen."

Orientiert habe man sich bei dem Modell am Vorbild Niederösterreich, so der Kulturstadtrat: "Hier fließt zwar immer ein gewisser Prozentanteil der Neubau-Investitionen in den Fond. Ich halte aber mehr davon, einen Betrag klar zu definieren. In diesem Punkt gab es im Vorfeld Kritik der Wiener Grünen. Kultursprecherin Marie Ringler: "Im Vergleich zu Niederösterreich habe man sich mit dem Fond in Wien vergleichsweise billig abspeisen lassen." sp

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