Salzburger Nachrichten am 7. Dezember 2005 - Bereich: Kultur
Turner-Preis 2005 ging an Simon Starling

LONDON (SN, dpa). Der britische Installationskünstler Simon Starling hat den mit umgerechnet 37.000 Euro dotierten Turner-Preis gewonnen. Der bedeutendste britische Preis für zeitgenössische Kunst wurde am Montagabend in London verliehen. Wie die BBC berichtete, waren der Maler Gillian Carnegie und der Videokünstler Darren Almond Mitbewerber um die Auszeichnung. Der 38-jährige Starling machte sich einen Namen vor allem mit seinen Installationen, für die er Objekte recycelt und verformt. Bekannt wurde Starling unter anderem durch den Umbau eines Schuppens in ein schwimmendes Boot und dessen anschließende Rückverwandlung. Ein anderes Projekt führte den Künstler in die spanische Tabernas Wüste, die er mit einem selbst konstruierten und mit Wasserstoff betriebenen Fahrrad durchquerte.

Der Turner-Preis wird seit 1984 jährlich an einen britischen Künstler unter 50 "für eine hervorragende Ausstellung oder andere Präsentation seines Werks" verliehen.