Salzburger Nachrichten am 18. Jänner 2006 - Bereich: Kultur
Reaktion

Alfred Gusenbauer

hat in einer Pressekonferenz am Dienstag die Regierung aufgefordert, ihre Fehler im Rahmen des Gerichtsverfahrens um die Klimt-Bilder auszubügeln und Maßnahmen zu ergreifen, damit die Exponate auch künftig in Österreich zu sehen sind. Ob er an einen Kauf durch die Republik denkt oder auf Sponsoren hofft, ließ der SP-Vorsitzende offen. Es könne aber jedenfalls nicht so sein, dass der Finanzminister für zwei Bilder die Post "verscherbelt": "Das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein."

Der Regierung wirft der SP-Chef in der Sache Versagen vor. Seit Jahren sei klar gewesen, dass Österreich das Verfahren nicht gewinnen werde. Und trotzdem habe man alle Vergleichsangebote der Kläger ausgeschlagen. Umso mehr sieht Gusenbauer jetzt die Regierung gefordert, nach der Rückerstattung der Werke Überlegungen anzustellen, wie die Bilder auch weiterhin der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen könnten. Schließlich handle es sich um Schlüsselwerke der österreichischen Kunst.