Rathaus: 6.5.,
Präsidentschaftskanzlei: 7.5.,
Parlament: 8.5.,
Staatsoper: 9.5.,
Stock-im-Eisen-Platz 3: 10.5.,
Obere Donaustraße 97-99: 11.5.
Gefechtsturm Arenbergpark: 12.5.,
Österreichische Nationalbibliothek: 13.5.
Flughafen: 17.-24.5.
MAK-Eröffnung
am 16. Mai 20.00 Uhr, Ausstellungshalle, 1.,
Weiskirchnerstraße 3, Ausstellungsdauer: 17. Mai - 17. September
2006
Link
mak.at
)

Wien - Texte von Elfriede Jelinek sind Gegenstand einer Lichtprojektion, die die renommierte amerikanische Künstlerin Jenny Holzer im Wiener MAK im Rahmen der Ausstellung "Jenny Holzer. XX", die am 16. Mai eröffnet wird, realisiert. In Jelineks Literatur findet Holzer jene Themen, die sie in ihrer Kunst seit Jahren erforscht: Gewalt, Unterdrückung, Sexualität, Feminismus, Macht, Krieg und Tod. Bereits im Vorfeld bestrahlt sie Gebäude der Wiener Ringstraße, kündigt das MAK in einer Aussendung an.
Jenny Holzer taucht Wand-, Boden- und Deckenflächen der MAK-Ausstellungshalle mit Texten aus zwei Jelinek-Romanen in ein Meer von Sprache und schafft damit Raum zum Nachdenken. "Die Liebhaberinnen" (1975) beschreibt die Entfaltungsmöglichkeiten zweier Arbeiterinnen und dringt in eine Welt falscher Glücksvorstellungen ein. "Die Ausgesperrten" (1980) behandelt die Spielarten kleinbürgerlichen Verhaltens.
Worte zu aktueller Politik
Schon ab 6. Mai rückt Holzer "staatstragende" Gebäude der Wiener Ringstraße, den Gefechtsturm Arenbergpark sowie private Gebäude in der Oberen Donaustraße 97-99 und am Stock-im-Eisen-Platz, in neues Licht. Bis 13. Mai, jeweils ab 20.30 Uhr, sampelt Holzer Werke bekannter Literaten, die sich mit aktueller Politik vor allem im Nahen Osten sowie mit der jüngsten Geschichte auseinander setzen. Eine Projektion am neuen Tower des Flughafen Wien ist nach der Ausstellungseröffnung für eine Woche zu sehen.
Zu den ausgewählten Autoren für die Projektionen im öffentlichen Raum zählen unter anderen die polnische Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska, das Werk des israelischen Autors Yehuda Amichai, Texte von Mahmoud Darwish (Palästina) und Fadhil Al-Azzawi (Irak). Während Jenny Holzer in ihren frühen Werken hauptsächlich mit eigenen Texten arbeitete, sampelt sie in ihren aktuelleren Installationen häufig Texte anderer Autoren.
Dokumentiertes
Zusätzlich zu den Lichtprojektionen in der MAK-Ausstellungshalle zeigt "XX" dokumentarisches Filmmaterial zu Jenny Holzers Arbeit "For the City" (2005), eine Serie von Lichtprojektionen auf das Rockefeller Center, die Bobst Library, die New York University und The New York Public Library in Manhattan. Eine filmische Dokumentation der im Rahmen von "XX" realisierten Projektionen im Öffentlichen Raum Wiens ergänzt das Filmmaterial. (APA)