| INNSBRUCK. "Die Ungehörigkeit von Raum" nennt Maurizio
Bonato seine Ausstellung, die drei Arbeitsgruppen vereint. Die
Transformation des Medialen, die Untersuchung von Räumen
interessieren den gelernten Kunsthistoriker, den aber auch die
ganz Großen der Kunstgeschichte, wie Giotto, nicht los lassen,
ihn zu beziehungsreichen Zitaten und Umkreisungen verführen.
So auch in einem in der Ausstellung gezeigten Zyklus. Dem
symbolbesetzten Geschehen nähert sich der Künstler von allen
Seiten an, zeichnend mit dem Kopf, malend mit dem Bauch oder
als neutraler Betrachter hinter der Videokamera versteckt.
Die zweite Arbeit ist eine poetische Untersuchung eines
konkreten Raumes, der durch seine Koordinaten klar definiert
ist. Bonatos Erlebnis dieses Raumes, etwa den Blick aus dem
Fenster, hat er in der Form gemalter Bilder an die virtuellen
Wände gepinnt. Auch in der dritten Arbeit geht es um reale
Räume und deren Auflösung durch den Akt des Malens. Bonatos
Handschrift hat sich in dieser jüngsten Arbeit freigemalt, hat
er seinen kalkulierten Ästhetizismus einer frischen
Expressivität geopfert. |