| Das
Schneiden der Gruselfilme erledigen Bernhard und Felix
im Bügelzimmer. | |
| OÖN
Zitat |
„Bei uns
läuft ein Filmdreh viel zackiger ab als im normalen
Fernsehen.“ Felix
Bauer Nachwuchs-Produzent | |
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| Bunteres Fernsehen mit
kleinen Filmemachern |
Sie sind 14 Jahre alt, haben Unmengen
an kreativen Ideen, und ihre Filme für das "Bunte Fernsehen"
sind preisgekrönt. Zwei Engerwitzdorfer bereichern die
multimediale Gemeindezeitung mit
Horrorfilmen.
Felix Bauer und Bernhard Fürst
erschaffen außergewöhnliche Kurzfilme: Zahlreiche
Horrorstreifen, einen Late-Night-Talk mit Stegreif-Interview
und einen Film über einen vertrottelten Detektiv haben die
beiden 14-Jährigen bereits produziert.
Angefangen hat
alles aus Langeweile. "Uns war an einem Nachmittag so fad, da
haben wir einfach einen Film gedreht", sagt Felix. "Scream"
hieß das Erstlingswerk, das von blutigen Szenen bis zur Maske
des Mörders dem Original von Wes Craven nachempfunden
ist.
Als dann vor eineinhalb Jahren das Bunte Fernsehen
in Engerwitzdorf einzog, war das der Startschuss für die
Filmer-Karrieren der Burschen. Die Regie-Begeisterung wirkte
sich sogar auf Felix' Ausbildung aus. "Ich bin jetzt in einer
Schule für Medien und Design. Hätte es das Bunte Fernsehen
nicht gegeben, wäre ich sicher in eine HTL
gegangen."
Beim Dreh werden die beiden Engerwitzdorfer
immer professioneller: "Am Anfang sammeln wir Ideen. Dann
setzen wir uns zusammen und schreiben das Drehbuch mit den
Dialogen. Wir überlegen uns, was an Requisiten und Darstellern
nötig ist und dann drehen wir", sagt Felix Bauer. Seit er sich
zu Weihnachten ein Schnittprogramm gewünscht hat, übernehmen
die Burschen auch diesen wichtigen Teil der
Produktion.
Beim Arrangieren der Szenerie beweisen die
14-Jährigen Erfindungsreichtum: Um Papas Wagen für eine
Verfolgungsjagd zum Polizeiauto aufzumotzen, kleben sie als
Blaulicht einen Scherzartikel aufs Dach und spielen den
Sirenenton aus einem Computerspiel ein.
Einem echten
Filmdreh hat zumindest Felix schon einmal beigewohnt. "Das
würde ich aber nicht aushalten, das wäre mir viel zu fad. Bei
uns geht alles viel zackiger."
Eines haben die meisten
Filme der Nachwuchs-Produzenten gemeinsam: Sie sind voll von
Blut, kriminellen Handlungen und Grusel-Spannung. "Wir wollen
immer einen Gaudifilm drehen und heraus kommt Horror", erzählt
Felix. Liebesfilme als Alternative? "Vielleicht in ein paar
Jahren."
Nachdem die letzte Klappe zum
"Psychopathenfilm Austrian Psycho" bereits gefallen ist,
schmieden die beiden weitere engagierte Pläne: "Als Nächstes
möchten wir eine Sit-Com drehen."
vom 17.11.2005 |
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