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WIEN: Chagall-Ausstellung im Kunstforum
Exot der Kunstgeschichte
Bundespräsident Fischer eröffnet heute im Wiener BA-CA-Kunstforum eine Ausstellung, die sich der bedeutendsten Werkphase Chagalls widmet.

"Marc Chagall - Meisterwerke 1908-1922" vereint über 100 Werke dieses wohl berühmtesten Exoten der Kunstgeschichte und thematisiert die wichtigsten und nachhaltigsten Jahre dieses großen Malers. Es ist der frühe Chagall, der auf die Künstler und das Publikum seine durchgreifendste Wirkung hatte: die Geschichten aus dem Schtetl, die magisch-entrückte Welt des alten Russland, gefangen in einer ausdrucksstarken Malerei, die Zeitgenossen und Nachfahren gleichermaßen in ihren Bann zieht.

Jüdisches Theater

Ein besonderer Höhepunkt sind die einmaligen, äußerst fragilen monumentalen Wandgemälde für das Jüdische Theater in Moskau aus dem Jahr 1920 - eine vielschichtige Komposition auf mehreren Leinwänden, die im Zusammenschluss von Motiven aus der jüdischen und russischen Volkskunst und der Synagogenmalerei ein unglaubliches Spektrum der jiddischen Welt ausbreitet.

Erstmals zu sehen

Neben den übrigen, ebenfalls selten gezeigten Bildern aus der Tretjakow-Galerie in Moskau wird auch die gesamte Chagall-Sammlung des Staatlichen Russischen Museums in St. Petersburg präsentiert.

Erstmals sind hier die Bestände dieser bedeutenden Sammlungen russischer Kunst gemeinsam in Österreich zu sehen. Bedeutende Leihgaben aus dem Guggenheim Museum und dem Museum of Modern Art in New York, dem Musée National d'Art Moderne Centre Georges Pompidou in Paris und anderen internationalen Museen ergänzen die Auswahl.

Info: bis 18. Februar 2007; Telefon 01 - 537 33 18

OÖnachrichten vom 14.11.2006
 
   



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