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24.10.2001
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Fernsehen bietet Sex für Männer
Was
Frauen anspricht, zeigt die Kunsthalle Wien
Wien,
Bregenz (VN-cd) "Ob Werbespot, Videoclip, Soap oder
Fernsehfilm - es geht (fast) immer um das eine", stellen
Künstlerinnen fest. Und sie lassen die Frauen zu Wort kommen - am
25. Oktober in der Kunsthalle Wien.
Dort läuft nämlich seit einigen Tagen die Ausstellung
"Televisions - Kunst sieht fern", die aufzeigen soll, wie
Künstlerinnen und Künstler Fernseherfahrungen in ihre Arbeit
integrieren oder hinterfragen. Und dass dabei nicht nur das Kind in
der Frau (im Mann) geweckt wird, wie es Pipilotti Rist mit ihrer
überdimensionalen (und inzwischen in vielen Museen herumgereichten)
Wohnzimmermöblierung
zeigt - neben der sich der Bildschirm, auf dem ihre Videos
laufen, relativ klein ausmacht -, versteht sich von selbst.
Teil der Ausstellung ist ein Event, an dem die Frauen zu Wort
kommen. Die Arbeit von Christina N., Sandra L. und Bette D. (die
Abkürzung ist gewollt) basiert auf der Tatsache, dass Werbespots,
Videoclips, Shows etc. von der Sichtweise oder dem Begehren des
Mannes bestimmt sind. Frauen haben keine Wahl, sondern zu
funktionieren. Egal wie die Wahl der "schönsten Sexszenen" im
Fernsehen durch Frauen nun ausgeht, der Verweis auf solche
Mechanismen, denen sich Frauen (mehr oder weniger bewusst)
unterwerfen, ist schon viel wert - besonders in diesem Rahmen.
Bickerton: "The Patron", 1997. |
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