Kultur

Kunst und Kuriositäten

06.10.2007 | SN
Mit nur einem Ticket können heute, Samstag, theoretisch rund 550 Museen und Galerien in ganz Österreich und auch in Liechtenstein besucht werden.

Wien, Salzburg (SN-eStro). Die vom ORF initiierte und von den SN unterstützte Lange Nacht der Museen findet heuer zum achten Mal statt und kann einen neuen Rekord an mitmachenden Institutionen verbuchen. Die "Lange Nacht" hat im Jahr 2000 mit 57.500 Besuchern gestartet, im Vorjahr wurden bereits knapp 337.000 "nachtaktive" Kulturfreunde verzeichnet. Das sind immerhin rund vier Prozent der österreichischen Bevölkerung, die sich auf die Beine machten, um bis in die Nacht hinein Museen, Galerien oder Ausstellungen zu besuchen oder sich an den reichlich angebotenen Kinderprogrammen zu erfreuen. Auch heuer ist die Liste der Angebote beinahe unüberschaubar, regionale Folder oder das Internet bieten umfassende Informationen an.

Von der Albertina bis zum Zoom-Kindermuseum reicht der Bogen der 88 Schauplätze allein in der Bundeshauptstadt Wien. Neben den weltbekannten Kulturtempeln wie dem Kunsthistorischen Museum, der Albertina oder dem Liechtenstein Museum gibt es Kurioses wie das Bestattungsmuseum, wo man zum Sargstemmen und Pompfünebererfoto eingeladen ist, man kann im Schnapsmuseum Hochprozentiges verkosten, im Foltermuseum die Gänsehaut trainieren oder im Technischen Museum Blitze schleudern. Und im Esperantomuseum kann man einen Crashkurs in Klingonisch, der Sprache von Mr. Worf, besuchen. Im Leopold Museum wird ein Auto angeboten, das dem sparsamen Sammler Rudolf Leopold über Jahrzehnte Dienste erwies und vom Künstler Klaus Pobitzer zum Kunstobjekt veredelt wurde (Bild rechts oben).

Allein in Niederösterreich umfasst die Liste 118 Stationen, von der Amethystwelt in Maissau bis hin zum Zwingendorfer Dorfmuseum. Auch die Stationen der aktuellen Landesausstellung ("Feuer und Erde") in Waidhofen an der Ybbs und in St. Peter/Au sind geöffnet.

Allein über die enorme Vielfalt der Angebote kann man staunen, in jedem Dorf scheint ein Heimatmuseum zu bestehen, nicht sonderlich geläufige Ortsnamen wie Pabneukirchen oder Bichlbach machen neugierig.

In Salzburg - Stadt und Land - umfasst die Liste 38 Positionen zum Ansteuern, vom "arthotel Blaue Gans" bis zum Untersbergmuseum Fürstenbrunn.Information: Zentrale Sammelplätze für Interessenten gibt es am so genannten "Treffpunkt Museum" in den jeweiligen Landeshauptstädten (in Vorarlberg in Dornbirn). Die Tickets kosten 12 Euro (ermäßigt 10 Euro), sind dort sowie bei den teilnehmenden Häusern erhältlich und gelten am 6. Oktober von 18.00 bis 1.00 Uhr auch als Fahrschein für die Shuttlebusse. Es gibt zudem regionale Tickets um 5 Euro für Eintritte im jeweiligen Bundesland. Internet: http://langenacht.orf.at.

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