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"School of London": Francis Bacon in Salzburg

14.03.2008 | 14:47 |  (DiePresse.com)

Das Museum der Moderne auf dem Mönchsberg zeigt eine Ausstellung englischer Nachkriegs-Malerei. Mit dabei sind die Maler-Stars Francis Bacon, Lucian Freud, David Hockney und Peter Doig.

"A Guest of Honour. Francis Bacon und sein Umkreis" heißt die neue Schau im Salzburger Museum der Moderne (MdM), die am Samstag eröffnet wird. Francis Bacon darf wirklich als „Ehrengast" bezeichnet werden, erreichen seine Gemälde bei Versteigerungen inzwischen Höchstpreise. Insgesamt sind in der kleinen Ausstellung 32 Ölbilder von Künstlern wie Francis Bacon, Michael Andrews, Frank Auerbach, Peter Doig, Lucian Freud, Richard Hamilton, David Hockney, Ronald B. Kitaj und Leon Kossoff zu sehen.

"Mehr hätten wir uns nicht leisten können"

"Die Ausstellung war genau in dieser Größe geplant", so Museumschef Toni Stooss. "Mehr dieser Werke hätten wir uns niemals leisten können. Die Versicherungssummen sind ungeheuer, allein Peter Doigs Hauptwerk in dieser Ausstellung ist auf zwei Millionen Euro versichert, und wir haben zusätzliche elektronische Sicherheitsanlagen einbauen und Wachleute engagieren müssen".

Kuratorin Andrea Hofinger ergänzte, dass die Nachfrage nach Ausstellungen dieser Künstlergruppe weltweit im Moment derart groß sei, dass zusätzliche Werke ohnehin kaum noch aufzutreiben gewesen wären.

Die Bilder der Salzburger Ausstellung stammen aus der Tate Gallery, dem Arts Council, dem British Council, dem Mumok (einziger öffentlicher Bacon-Besitzer Österreichs) sowie von einer Reihe privater Leihgeber. Ergänzt wird die Ausstellung von einer Video-Ecke, in der der Francis-Bacon-Spielfilm "Love is the devil" von John Maybury sowie eine Dokumentation über das Leben des wohl prominentesten englischen Malers gezeigt werden.

Die Femme fatale Londons

Außer Peter Doig, dem bis vor kurzem teuersten lebenden Maler der Welt, sind sämtliche Künstler dieser Ausstellung der "School of London" zuzuordnen, einem figurativ-konkreten Kunststil, in dem das Porträt, der menschliche Körper sowie Landschafts- und Stadtansichten eine zentrale Rolle spielen.

Im Mittelpunkt der Salzburger Ausstellung steht das Schlüsselwerk "Henrietta Moraes" von Francis Bacon (1909-1992), in dem der Lebemann und Künstler die im Jahr 1966 einflussreichste Femme fatale Londons in seiner typisch sinnlichen und verletzlichen, zugleich aber grausam brutalen Art abgebildet hat.

(APA/Red.)


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