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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
24.06.2002
12:16 MEZ
Weg mit der tödlichen Langeweile
71 mal 216 Kubikmeter: Konzeptkünstler Daniel Buren stellt zu diesem Zweck im Centre Pompidou Würfel auf

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Foto: Archiv
Ein Paar der schwarz-weißen Säulen von Buren im Ehrenhof des Pariser Palais Royal.

Paris - Der französische Konzeptkünstler Daniel Buren will in den kommenden Monaten das Pariser Centre Pompidou von seiner "tödlichen Langeweile" befreien. Mit seiner Schau "Das nicht existierende Museum" wolle er die "Monotonie" des modernen Kunstmuseums im Pariser Zentrum "durchbrechen", sagte der 64-Jährige einer französischebn Sonntagszeitung. Ab Mittwoch (26.6.) ist die Ausstellung zu sehen, für die Buren 71 Würfel mit einer Kantenlänge von sechs Metern zu einem Spiel mit Räumen zusammenstellte.

Lieber Parkplätze als Kunst

Im "unbrauchbaren" Foyer des Centre Pompidou parkte Buren 15 Autos - zugleich eine Anspielung auf sein Steckenpferd, die Umgestaltung von Parkflächen. Als Weimar 1999 europäische Kulturhauptstadt war, hatte Buren vorgeschlagen, einen Platz der Innenstadt mit Hunderten von Quadern und Stelen zu einer "dauerhaften Skulptur" umzugestalten. Der Rollplatz hätte dann nicht mehr als Parkfläche benutzt werden können, was nach aufgeregten Debatten durch einen Beschluss des Stadtrates verhindert wurde.

Spiel mit Raum-Illusionen

Das bekannteste Werk Burens, der u.a. 1972 auf der Kasseler Documenta V vertreten war, in Frankreich sind Dutzende schwarz-weiße Säulen, die im Ehrenhof des Palais Royal in der Nähe des Louvre-Museums 1985/86 als Dauerskultpur errichtet wurden. Die Ausstellung im Centre Pompidou, die vor allem zu einem Spiel mit Raum-Illusionen und unerwarteten Perspektiven wird, ist vom 26. Juni bis 23. September zu sehen. (APA)


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