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| 15.10.2003 - Kultur&Medien / Leute | ||
| Strassenbahn: Nitsch ist zu "ungustiös" | ||
| Die Wiener Linien bewerben die Nitsch-Retrospektive der Sammlung Essl nicht. | ||
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Die Plakate gehören inzwischen zum Stadtbild: Die
Sammlung Essl wirbt mit einem naturgemäß eher blutigen Aktionsfoto (siehe
oben) für die Retrospektive aus Anlass des 65. Geburtstages von
Hermann Nitsch, die morgen, Donnerstag, in Klosterneuburg eröffnet wird.
Die Platzierung des Sujets auf Straßenbahngarnituren der Wiener Linien,
auf die immer mehr Veranstalter zurückgreifen (derzeit: "Ötzi"), ließ
sich, wie aus der Sammlung Essl zu hören ist, nicht bewerkstelligen. Der
über das Außenwerbungsunternehmen "gewista" erfolgte Auftrag sei abgelehnt
worden. "Das stimmt", bestätigt Generaldirektor Günther Grois: Man habe
befunden, dass das Sujet zu "ungustiös" und also der Öffentlichkeit "nicht
zumutbar" wäre. Dass so was heute kein Skandal mehr ist, muss man wohl
unter "beruhigend" verbuchen. fle |
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