Die Kunstformation

Die kurzlebige Vereinigung der Künstelgruppe Cobra und ihre Auswirkungen auf die Moderne.


Am 16. Juli 1948 gründete der Maler Karel Appel mit Corneille, Constant, Theo Volvekamp, Anton Rooskens und weiteren niederländischen Künstlern die "Experimentele Groep Holland". Sie publizierten die Zeitschrift Reflex, in der sowohl literarische Texte als auch Werke der bildenden Kunst abgedruckt werden.

Cobra Gründung

Am 8. November desselben Jahres schließen sich im Pariser Cafe de l`Hotel Notre Dame belgische und dänische Künstler - unter ihnen Dotremont, Noiret und Asger Jorn, der avantgardistischen jungen Bewegung an und benannten sie nach den Städten ihres Wohnsitzes - Co(penhagen), Br(üssel), A(msterdam). Sie alle stehen in Opposition zu einer dekorhaft verflachenden Farblyrik und streben eine expressive Farbgebärde an. Automatismus und surrealistische Praxis spielen in ihre Malweise hinein.

Ablehnung in den Niederlanden

1949 gestaltet Appel die Kaffeehauswand des Amsterdamer Rathauses mit einer monumentalen Malerei im Geiste Cobras. Ein öffentlicher Entrüstungssturm setzt ein. Die Arbeit wird als kindliches Gekritzel denunziert. Die Stadt lässt das Wandgemälde verdecken. Erst zehn Jahre später wird es wieder freigelegt.

Im selben Jahr stellt Cobra im Stedelijk-Museum in Amsterdam aus. Die Zeitungen bringen vernichtende Kritiken. Die Maler werden als "Pfuscher, Schmierer und Betrüger" angegriffen.

Zerfall

1950 zerfällt die Gruppe. Karel Appel war wohl der typischste Vertreter der Cobra Gruppe. Er setzte das Programm des Theoretikers Constant auf der Suche nach der reinen Malerei am konsequentesten um. Er gab dem spontanen Impuls des Malens nach und wandelten ihn in einen malerischen Improvisationsprozess um. Es geht um eine Schaffung von Ordnung in einem menschlichen Chaos in direkter Parallele zu Satres existenzieller Philosophie.

Nachfolger

Die Cobra Gruppe und Karel Appel bereiteten den Boden für die jungen Wilden der 80er Jahre wie Georg Baselitz, Sigmar Polke und Markus Lüpertz vor.

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