


Wolfgang Hutter (links) und Arik Brauer

Wien - Zwei "Malerfürsten", wie sie Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny nannte, wurden am Dienstag mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien ausgezeichnet. Arik Brauer und Wolfgang Hutter, beide wichtige Vertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, nahmen es mit Dank entgegen. "Künstler lieben ja Preise", bekannte Brauer in seinen Dankesworten und fügte scherzend hinzu: "Die können wir aufhängen, herzeigen und wir können damit auch Kollegen ärgern."
Es sei leicht und schwer zugleich, eine Rede über Brauer zu halten, sagte Laudatorin Danielle Spera. "Leicht, weil er ein Universalgenie ist. Schwer, weil es nicht möglich ist, alle seine Fähigkeiten in so knapper Zeit zu würdigen." Brauer ist nicht nur Maler, der heute 82-Jährige unterrichtete auch an der Akademie der Bildenden Künste, ist außerdem Architekt, Grafiker, Bühnenbildner, Dichter und nicht zuletzt Musiker: Mit Liedern wie "Sie ham a Haus baut" prägte er einst die große Ära des Austropop mit. "Er ist ein großartiger Geschichtenerzähler", würdigte Spera seine Malereien. "Seine Bilder lassen einen in eine eigene Welt eintauchen."
Brauer selbst dachte zurück an die Anfänge des Phantastischen Realismus. "Wir wussten von Anfang an, dass es nicht leicht sein wird, denn wir haben das Klavier gegen den Wind gespielt. In einer Zeit, in der es ein Überangebot an Verstörkunst gab, haben wir mit Begeisterung Blumen gemalt." Aber Kunst vermöge eben genauso zu verstören, wie einzuhüllen.
Wolfgang Hutter und das Krokodil
"Märchenhafte Szenen von ergreifender Sensibilität und pulsierender Stärke" habe auch Hutter gemalt, so Mailath-Pokorny in seiner Laudatio. Von den Gobelins im Wiener Burgtheater bis zum Mosaikfußboden im Theater an der Wien habe der heute 82-Jährige Großartiges geleistet. Dazu kamen Ausstellungen rund um den Globus und drei Jahrzehnte Lehrtätigkeit an der Universität für Angewandte Kunst. "Beide Künstler sind - um ein altmodisches Wort zu verwenden - fortschrittlich", sagte Mailath-Pokorny. "Sie haben die Kunst sowohl hier, als auch international weitergebracht."
Mit einer Anekdote aus Übersee bedankte sich auch Hutter und erzählte von einem Aufenthalt in Japan, wo er sich ebenfalls bedanken wollte. Der Landessprache nicht mächtig musste er sich nur zwei Worte einprägen: "Domo arigato". Doch die Eselsbrücke "Domo alligator" versagte kläglich und Hutter bedankte sich bei den Japanern mit den Worten "Domo krokodilo". In diesem Sinne sprach er auch der Stadt Wien seinen größten Dank aus. (APA/red)
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natürlich sind das DIE malerfürsten österreichs - wer sonst? nachfolge wird schwierig da die malerei/bzw. die malenden künstler nicht mehr das gewicht in der gesellschaft haben wie die früher. abseits der phantasten gibts den arnulf rainer - und der ist nach NÖ ausgewandert - und aus.
nein, ich bin fan der phantastischen realisten seit geburt an - naja seit dem vorschulalter. die kunstbände von arik brauer und der mit den druckgrafiken von ernst fuchs der städt. bibliothek waren dauernd von mir entliehen, meine ersten bilder waren auch in dem stil. und die sind zäh - also glaub ich die werken noch alle brav und fleissig - wie übrigens auch anton lehmden in seinem schloss.

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