Mainoni: "Kunst soll politisch sein"
Frischer Wind für die FP-Kulturpolitik?
"Ich kann mir vorstellen, dass eine Regierung, die von der
konservativen ÖVP und der FPÖ getragen wird, neue kulturpolitische Akzente
setzt" - oder: "Es braucht nicht nur Lederhose und Hochkultur": Mit seinem
kulturpolitischen Engagement stößt FPÖ-Kultursprecher Eduard Mainoni
innerhalb seiner Partei nach eigenem Bekunden "nicht auf übermäßigen
Enthusiasmus". Dennoch hält er im Gespräch fest: "Ich wünsche mir für die
Kulturpolitik in unserer Partei mehr Raum, der auch Alltagskultur und die
kritische Kultur mitberücksichtigt. Kunst kann und soll durchaus politisch
sein, aber die Politik muss der Kunst ihre Freiheit lassen. Die Politiker
sollen bei Aussagen von Künstlern nicht so zimperlich sein." Dass sich die
Beziehung der FPÖ zu den Künstlern als konfliktbeladen darstellt und nicht
durch kulturpolitisches Engagement auffällt, streitet Mainoni, auch
FP-Verkehrssprecher, nicht ab. "Da gibt es natürlich andere Prioritäten."
Erschienen am: 07.08.2003 |
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