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Schatten spendendes EKG

Ein riesiges EKG ziert als Signal für das, was sich hinter der Fassade abspielt, das neue Lernzentrum der Medizinischen Universität.

INNSBRUCK (schlo). In den Siebzigerjahren ist das Haus in der Schöpfstraße erbaut wurden, das der
Innsbrucker Architekt Peter Mayrhofer in den vergangenen Monaten, nachdem die Zahnklinik ausgezogen war, zum Lernzentrum der Medizinischen Universität umgebaut hat.

Die Mittel für diesen Umbau waren minimal, weshalb das Äußere des Gebäudes unverändert bleiben musste. Da aber die klimatischen Bedingungen unbedingt eine Verbesserung brauchten, machte Mayrhofer aus der Not eine Tugend.

Die Tugend ist eine der Fassade vorgeblendete, fast 22 Meter lange und vier Meter hohe Sonnenmembran. Sie trägt die Handschrift des international renommierten Innsbrucker Künstlers Heinz Gappmayr. Mit einem riesigen EKG ließ er die weiße Kunststofffolie im Siebdruckverfahren bedrucken.

Der Rektor der Medizin-Universität, Hans Grunicke, hat aus drei Vorschlägen Gappmayrs sich für das EKG entschieden, bedeutet die Aufzeichnung des Herzschlags doch ein vitales Symbol für das Leben schlechthin aber auch für die Materie der jungen Mediziner von morgen.

Heute Montag wird das Gebäude und seine extravagante "Kunst am Bau" offiziell seiner Bestimmung übergeben.
2004-04-25 17:07:40