Kunsthaus Wien feiert 20-jähriges Jubiläum

31. Jänner 2011 | 14:12 | wien wien | | http://www.salzburg.com/online/7mal24/aktuell/Kunsthaus-Wien-feiert-20-jaehriges-Jubilaeum.html?article=eGMmOI8VeET6PPxHdbDwiWAh8pBP87ecriqmsao&img=&text=&mode=" href="http://www.facebook.com/sharer.php">Teilenipt>Teilen  
Das Wiener Kunsthaus feiert heuer sein 20-jähriges Jubiläum und will den runden Geburtstag mit drei großen Ausstellungen gebührend feiern. Neben dem Schweizer Künstler HR Giger, der vor allem als "Alien"-Schöpfer für den gleichnamigen Film von Ridley Scott bekannt ist, stehen Magnum-Fotograf Henri Cartier-Bresson und Friedensreich Hundertwasser im Mittelpunkt des heurigen Jahres.

2010 verzeichnete man mit 156.000 Besuchen - 60 Prozent davon waren Touristen - einen neuen Rekord. Laut Peter Hanke, Geschäftsführer der stadteigenen Wien-Holding, die das Museum seit 2007 betreibt, spielte das Haus rund 2,1 Mio. Euro Umsatz ein. Lukriert wurde die Summe je zur Hälfte aus Eintrittsgeldern und Einnahmen aus dem Museumsshop. Diese Zahl wolle man 2011 halten, so Hanke.

Bereits seit dem Gründungsjahr 1991 setzt der Bau im Bezirk Landstraße auf ein Mischkonzept, bei dem neben der Hundertwasser-Dauerschau laufend Wechselausstellungen präsentiert werden. Christo, Man Ray, Francis Bacon oder im Vorjahr Annie Leibovitz sind einige der großen Namen, die bereits in den Räumlichkeiten der ehemaligen Thonet-Möbelfabrik vertreten waren.

Auch heuer setzt das Kunsthaus auf bekannte Künstlerpersönlichkeiten: So wird Hans Rüdi Giger ab 10. März unter dem Titel „Träume und Visionen“ eine Retrospektive gewidmet. Hier sollen dem Erfinder des „biomechanischen Stils“ durch Werke abseits der düster-bedrohlichen „Alien“-Geschöpfe neue Facetten abgewonnen werden.

Zum 20er rückt das Museum zudem einmal mehr seinen Schöpfer mit der Ausstellung „In Hundertwassers Welt“, die ab 7. Juli zu sehen ist, in den Mittelpunkt. Ab Mitte November wird schließlich eine internationale Größe der Fotografie gewürdigt. Die Schau „Indien - Amerika - Russland“ präsentiert Reisebilder von Henri Cartier-Bresson (1908-2004). Der Mitbegründer der prägenden Fotoagentur Magnum hatte zwischen den 1940er und 1980er Jahren die beiden Supermächte des Kalten Krieges und den indischen Subkontinent besucht und das Leben mit dem Blick durch die Linse festgehalten. Außerdem wird ab Dienstag eine 20 Euro teure Jahreskarte angeboten, freute sich Geschäftsführer Franz Patay am Montag.

© SN/SW