KHM: Mehr Besucher und Auslandserfolg

Positives Jahr 2009 für das Kunsthistorische Museum.

Hoffen auf Kunstkammer-Sponsoren.
Wien. Im Aufwind fühlt sich die Leitung des Kunsthistorischen Museums (KHM) – und kann das, ein Jahr nach dem Start von
Direktorin Sabine Haag, mit einigen Zahlen untermauern. Besser als
erwartet verkauft sich die neue Jahreskarte, die seit November um 29
Euro geboten wird: 22.800 gingen bisher über den Ladentisch. Zudem
wuchsen die Besucherzahlen: Die ersten beiden Monate des Jahres 2010
brachten 13 Prozent mehr Gäste als der Vergleichszeitraum des
Vorjahres; die Erlöse wären im Vergleich sogar um 36 Prozent gestiegen.
Nachdem Kulturministerin Claudia Schmied jüngst rund 15 Millionen
für die Wiedereröffnung der Kunstkammer bewilligte, ist Haag auch guter
Dinge, die zusätzlich nötigen 3,5 Sponsor-Millionen zusammenzubekommen.
Zwei Millionen gelte es noch zu lukrieren.
Deckungsgrad gehalten
Positive Selbstdiagnose auch für 2009: Erneut wurde ein
ausgeglichenes Jahresergebnis erzielt, der wirtschaftliche
Eigendeckungsgrad von 37 Prozent gehalten – was für den kaufmännischen
Geschäftsführer Paul Frey "in Zeiten der Krise keine
Selbstverständlichkeit" ist. Punkten konnte das Haus auch mit
Gastspielen: 640.000 sahen in Tokio und Kyoto die "Treasures of the
Habsburg Monarchy", rund 600.000 besuchten in Seoul, Sidney und
Singapur eine Schau der ägyptisch-orientalischen Sammlung.
Printausgabe vom Freitag, 19. März 2010
Online seit: Donnerstag, 18. März 2010 18:00:08
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