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(09.04.2006)
Galerie 3 Renate Freimüller: Spring - Caroline, Gernot Fischer- Kontratovich, Ferdinand Götz, Eric M. Kressnig, Katarina Schmidl
Erfrischend unkonventionell
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Gernot Fischer-Kontratovich
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Katarina Schmidl
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| Knapp vor
Frühlingsbeginn präsentiert Renate Freimüller in ihrer Galerie eine
Ausstellung mit dem Titel "Spring". Fünf KünstlerInnen wurden
eingeladen zum Thema jeweils einen Raum zu gestalten. Der englische
Titel ermöglicht bewusst eine mehrdeutige Lesbarkeit des Begriffes.
Zwischen Objekt und Bild stehen die Arbeiten von Eric M. Kressnig. Sein
großformatiger aus Modulen aufgebaute Holzschnitt "POOL" , zitiert
Innenraum wie Außenraum gleichermaßen und verweist bereits auf den
Sommer. Kressnig, einer der jungen Vertreter einer in Österreich leider
allzu vernachlässigten Richtung der konkreten Kunst, legt mit dieser
ersten größeren Präsentation seiner Arbeiten einen vielversprechenden
Grundstein für folgende Ausstellungen in Wien.
Die Malerei von Gernot Fischer-Kontratovich ist der gegenständlichen
Tradition verpflichtet. Fischer rekrutiert seinen vielfältigen Fundus
an Sujets aus dem Fotomaterial seiner zahlreichen Reisen. Interessant
ist die malerische Verarbeitung, die eine Flüchtigkeit beobachteter
Situationen durch das Verwischen malerischer Schichten und die sich
dadurch ergebende Unschärfe der figurativen Szenen widerspiegelt. Ein
weiteren Raum bespielt die Rauminstallation des Salzburgers Ferdinand
Götz "familiy-sculpting", dessen schreitende Füße, einen eigenen Sog
aus Erzählmustern bilden. Die rosaroten Bilder der Künstlerin Caroline
geben eindeutig dem Thema Liebe im Frühling ihren Raum. Ganz anders
präsentiert sich die heute in Wien lebende Kärntnerin Katarina Schmidl.
Spring setzt sie in Verbindung mit den Ereignissen im Morgengrauen des
27. Mai 1999. Über 800 Polizisten stürmten damals Wohnungen und
Flüchtlingsheime in ganz Österreich unter dem Codename "operation
spring". Die Installation "Meute" besteht aus etwa 20 sogenannten
"Zustandsköpfen" die aneinandergedrängt an einem Seil hängen und
zitiert den Schriftsteller Elias Canetti, der die Meute beschrieb als
"Gruppe erregter Menschen, die sich nichts heftiger wünschen, als mehr
zu sein. Sie drücken sich eng zusammen und spielen das Viele-Sein."
Eine Ausstellung, die einen erfrischenden unkonventionellen Umgang mit
der Vorgabe eines Themas zeigt.
(A - 9020 Klagenfurt, Alter Platz 25 / 2.Stk., bis 14.04.2006) http://www.galerie3.com Silvie Aigner

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