Charles Darwin, die Natur und die Kunst
FRANKFURT AM MAIN (SN). Bis 3. Mai spürt eine große Ausstellung in der Frankfurter Kunsthalle Schirn den Wirkungen der Evolutionstheorie von Charles Darwin – und den Einsprüchen seiner Gegner – auf der „Suche nach den Ursprüngen“ nach. Anlässlich des 200. Geburtstags von Darwin wurden rund 150 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken sowie seltenes Dokumentationsmaterial zusammengetragen.
Besonders in Deutschland und Frankreich ließen sich Künstler von Darwins Ideen inspirieren. Arnold Böcklin etwa stellte in seinen Bildern die These auf, dass alles Leben ursprünglich dem Meer entstammte. So bevölkern hybride Wesen zahlreiche seiner Werke und lassen traditionelle mythologische und christliche Motive mit den radikalen Evolutionsideen verschmelzen. Auch Alfred Kubin hat mit seinen fantastisch-skurrilen Misch- und surrealistischen Fabelwesen eine Sicht auf die Evolution „aus den Tiefen des Ozeans“ evoziert – unheimlich und bedrohlich.
In Frankreich tätige Künstler wie Kupka und Redon zeigen die Verbreitung des Darwinismus verbunden mit dem wachsenden Interesse am „L’Homme primitif“, wohingegen in den USA und in England sich Künstler in der Darwinismus-Debatte eher zurückhielten. Zwischen 1920 und 1922 brachte Max Ernst in seiner Kunst eine positive Sicht auf den Evolutionismus zum Ausdruck.
Natur und Kunst: Das war und bleibt ein spannendes Thema. Österreichische Aktivitäten zum Darwin-Jahr werden erst im zweiten Halbjahr „greifen“. Ab Juni ist „Eine Reise mit Charles Darwin“ im öffentlichen Raum in Wien angekündigt, ab 18. September die Ausstellung „Evo, Evo!“ im Wiener Künstlerhaus, ab 2. Oktober „Darwin und die Evolution“ im Naturhistorischen Museum. www.charles-darwin-jahr.at













