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| Kunst Kritik |
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| Seelenlandschaften |
"Anima" betitelt Thomas Sturm seine
Ausstellung in der Linzer Galerie Brunnhofer. Wer im
Wörterbuch nachschlägt, stößt auf verschiedene Übersetzungen.
Zu den teils riesigen Arbeiten in Öl und Acryl des Gmundners
passen sowohl die Begriffe "Seele" als auch "Frau im
Unterbewussten des Mannes (nach C. G. Jung)". In seine
Seelenlandschaften setzt der Absolvent der Linzer Kunst-Uni
Horizonte oder senkrechte Elemente, skizziert oder malt dann
mit wenigen Strichen und Linien Figuren, Mensch und Tier,
streut einzelne Elemente ein, metallene Kringel,
Text-Fragmente. Neben einem riesigen Dackel räkelt sich eine
nackte Frau. Ein Stelzen-Mann stapft durch diffuses Grau, das
erst mit viel Abstand Gestalt annimmt.
Das Auge setzt
Details bei Sturms Bildern nicht durch scharfe Beobachtung,
sondern sozusagen im Vorübergehen zu konkreten Motiven
zusammen. Aber vielleicht ergreifen die Bilder ja auch weniger
den Verstand als die Gefühlsebene, sozusagen von
Unterbewusstsein zu Unterbewusstsein. Also nicht das Gehirn
zermartern, sondern alles einfach wirken lassen!
(dh)
Galerie Brunnhofer, Hafenstraße 33, Linz: bis 29.
Mai, Di-Do 10-17 Uhr, Fr 10-15 Uhr, Sa 10-13 Uhr
vom 18.05.2005 |
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