| Salzburger Nachrichten am 24. Oktober 2005 - Bereich: Kultur
Frankfurter Buchmesse mit Besucherplus beendet
FRANKFURT (SN, dpa). Mit einem leichten Besucherplus ist die 57.
Frankfurter Buchmesse am Sonntag zu Ende gegangen. Die Organisatoren
zählten nach einer ersten Schätzung insgesamt rund 280.000 Besucher und
damit 10.000 mehr als im Vorjahr, sagte Messe-Sprecher Holger Ehling. Rund
7200 Aussteller aus mehr als 100 Ländern hatten bei der größten
Bücherschau der Welt fünf Tage lang ihre rund 100.000 Neuerscheinungen
präsentiert. In den fünf Messehallen herrschte am Sonntag, an dem Bücher
verkauft werden durften, nochmals dichtes Gedränge. Insgesamt erwies sich
die Buchmesse in diesem Jahr nach dem Urteil vieler Aussteller als
konzentrierte Fachmesse ohne spektakuläre Höhepunkte. Besondere
Aufmerksamkeit richtete sich auf den in seinem Heimatland angefeindeten
türkischen Autor Orhan Pamuk (siehe Beitrag links außen). Gastland der Messe war Korea, dessen Präsentation die Organisatoren als
sehr erfolgreich bewerteten. Mehr als 25.000 Menschen kamen nach Angaben
der Organisatoren in die Gastland-Halle. Der kommunistische Norden fehlte
allerdings bei dem Auftritt und war lediglich Thema in Diskussionsforen
zur Frage der Menschenrechte. Indien - Gastland der Buchmesse im nächsten
Jahr - kündigte an, sich als moderne Industrienation zu präsentieren. 2007
ist Katalonien an der Reihe. Mehr als 1000 Autoren - davon 40 aus Korea -
waren zum Treffen der internationalen Bücherwelt nach Frankfurt gereist,
darunter so bekannte wie Ken Follett, Nick Hornby oder Cees Nooteboom. |