TIROL NEWS SPORT FREIZEIT JOURNAL VERLAG
Kultur DER ONLINE DIENST DER TIROLER TAGESZEITUNG
   
ZURÜCK
    Grazer Kunsthaus geht plangemäß in die Bauphase

Ausschreibung der spektakulären Hülle bis Juli, Rohbau im September fertig.


Graz (APA) - Das bauliche Leitprojekt für Graz im Kulturhauptstadt-Jahr 2003, das von dem Architekten-Duo Cook/Fournier geplante Kunsthaus, geht nach Abschluss der Abbruch- und Erdarbeiten in die Bauphase: Mitte Februar übergeben die Baufirmen, die mit dem Aushub für die Tiefgarage beschäftigt waren, an jene Unternehmen, die nun den Rohbau in Angriff nehmen. Insgesamt liegt man mit dem 43,6 Mill. Euro (600 Mill. S) teuren Bauvorhaben gut im Plan, verlauten die verantwortlichen Stellen der Stadt.

Eine besondere Herausforderung wird die Hülle der "blauen Blase" darstellen: Die Realisierung der ersten beiden Schichten, das Stahlskelett und die Dichtungsfolie, wird dieser Tage ausgeschrieben, die Ausschreibung der optischen Außenhaut wird Mitte Juli erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt werden dann bereits 80 Prozent der Bausumme vergeben sein, so dass der Spielraum für die "Haut" ziemlich genau bekannt ist, erläutert man im Büro von Hochbaureferent Gerhard Rüsch. Geplant ist, die 4000 Quadratmeter große Oberfläche mit drei mal zwei Meter großen, doppelt gekrümmten Acrylglasplatten - 650 Stück - auszustatten. Sollte dieses materialmäßige Pilotvorhaben den Finanzrahmen sprengen, müsste man auf plane Platten ausweichen.

Entschieden ist mittlerweile das Schicksal von zwei Häusern, die unmittelbar an das künftige Kunsthaus und das Eiserne Haus - von dem nur die denkmalgeschützte Fassade erhalten blieb - angrenzt. Entgegen dem ursprünglichen Plan, die Objekte Mariahilferstraße 2 und 4 zu veräußern, dürften diese nun doch im Besitz der Stadt bleiben. Das Palais Thienfeld (Mariahilferstraße 2) wird nutzungstechnisch in den Kunsthaus-Komplex einbezogen, das zweite Haus dürfte - bis auf die denkmalgeschützten Teil - abgebrochen und neu errichtet werden.

Der weitere Kunsthaus-Fahrplan sieht laut Hochbaureferat im September die Fertigstellung des Rohbaus vor, parallel soll mit einem Facelifting für die Hauptbrücke - als Hauptzugang und -aussichtspunkt zum bzw. auf das Kunsthaus - begonnen werden. Auch soll der Bereich der neuen Muruferpromenade unmittelbar unterhalb der Brücke in das Gestaltungskonzept miteingebunden werden. Im November oder Dezember steht dann der Beginn des Innenausbaus am Programm. Die Eröffnung des Kunsthauses ist schließlich für 23. September 2003 vorgesehen, die erste Ausstellung wird im November 2003, also gerade noch im Kulturhauptstadt-Jahr, starten.

2002-02-06 11:38:14

E-Mail an die Redaktion Artikel ausdrucken ZURÜCK