13.01.2003 10:10
Plexi made me funky
Präsentation
neuer Arbeiten von Österreichs bedeutendem Vertreter des funky Minimalismus,
Gerwald Rockenschaub
Auch etwas ausschließend kann man "definitely something"
über sich sagen: weder roter Teppich noch rotes Klebeband, also "no red tape"
bei der Präsentation brandneuer Arbeiten von Österreichs bedeutendem Vertreter
des funky Minimalismus, Gerwald Rockenschaub. Galten seine vorigen
Arbeiten schon mehr dem Narrativen, Logohaften, hält sich der Meister der
lapidaren Geste diesmal mehr zurück, lässt in seinen neuen Bildobjekten, die
alle schlicht ergreifend "sculpture" heißen, die Pop-Farben allein wirken. Plexi
ist Bildträger und Inhalt zugleich - in einen dicken "Rahmen", der seitlich
gebogen wurde und mit Nägeln in die Wand geschraubt, werden andersfärbige
Scheiben eingesetzt. Eine andere Variante kommt in durchsichtigem Plexi daher,
in Spielarten mit größeren und kleineren Aushöhlungen. Da geht Rockenschaub
wieder einen Schritt weiter in seinem stets frischen Werk, wobei die
zweifärbigen Arbeiten Richtung seines 80er-Augensex weisen. Neue Wege
beschreitet er in dieser perfekten und durchkalkulierten Gesamtinstallation mit
einer achtteiligen Schwarz-Weiß-Animation, deren "Stills" riesenhaft an der
gegenüberliegenden Wand zu einem modernistischen Bild zusammengefügt wurden.
Fortsetzung folgt hoffentlich. (dok, DER STANDARD, Printausgabe vom
13.1.2003)