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10.05.2005 - Kultur&Medien / Ausstellung
Vorschau: "Daedalus" hebt wieder ab
Ausstellungen, Lectures, Lesungen und eine Grabrede auf Alban Berg.

Gerhard Fischer ist Daedalus und Dionysos, vor allem aber Fantomas - nicht zu fassen. Soweit muss man jedenfalls zustimmen. 1984 gründete er mit der "Transmedialen Gesellschaft daedalus", ein "Forum für Entdeckungen im Raum der Künste, des Denkens und der Historie". Unterstützt von seinem "Freundeskreis" konnte sich der Ausstellungs-, Buch-, Filmemacher seither mit "so elitären wie volkstümlichen" Veranstaltungen in diversen Institutionen einnisten.

So auch in der Albertina, wo Fischer am Montag seine nächsten Projekte vorstellte: Er hat dem Haus seine Rekonstruktion von Aby Warburgs "Mnemosyne"-Bilderatlas geschenkt, der im Frühjahr 2006 ausgestellt werden soll. Zuvor lädt "daedalus" zur Lecture "Erotik und Tod in den Mythen von Dionysos und Orpheus" in die Nationalbibliothek (30. Mai, 19h). Es lesen u. a. Annemarie Düringer (deutsch) und ein Schüler des Schottengymnasiums (griechisch). Im Mumok sprechen am 21. Juni, 19 Uhr, Friederike Mayröcker und Gerhard Rühm als Madame und Monsieur Matisse "Das Couvert der Vögel", ein Radiostück der Autorin. Am 18. Dezember hält Fischer dann am Hietzinger Friedhof eine Grabrede auf Alban Berg. Ein Jahr später soll in der Sigmund-Freud-Privatstiftung eine Ausstellung über den Pädagogen Fernand Deligny stattfinden. sp

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