Salzburger Nachrichten am 4. Jänner 2006 - Bereich: Kultur
Spitzenverdiener

Wilfried Seipel,

Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums (KHM), ist mit einem Jahreseinkommen für 2004 von 246.400 Euro Spitzenverdiener im Bundes-Kulturbereich. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Einkommensbericht für die Unternehmen im Einflussbereich des Bundes hervor, den der Rechnungshof alle zwei Jahre erstellt. Damit verdiente Seipel um 4500 Euro mehr als 2003.

Dahinter dürften

die künstlerischen Leiter von Staatsoper und Burgtheater rangieren. Die Einkommen von Ioan Holender (Staatsoper) und Klaus Bachler (Burgtheater) sind in dem Bericht jedoch nicht im Einzelnen dargestellt, da jeweils der Durchschnitt der Geschäftsführer-Einkommen angeführt ist. In beiden Häusern (wie auch in der Volksoper) agieren neben den Direktoren jeweils auch kaufmännische Geschäftsführer.

Im Burgtheater

kommt man auf durchschnittlich 185.600 Euro (exakt wie 2003), in der Staatsoper auf 177.100 Euro (um ca. 5000 Euro mehr als 2003), in der Volksoper auf 150.100 (um 22.000 Euro weniger als im Jahr davor). Auf rund 240.000 Euro schätzt die Tageszeitung "Der Standard" in der Dienstag-Ausgabe Holenders Jahresgehalt für 2004 (und auf 252.000 Euro für 2005), nach APA-Recherchen betrug es rund 227.000 Euro. Bachler wird im "Standard"-Ranking mit 220.000 Euro angeführt. Bundestheater-Holding-Chef Georg Springer findet sich mit 217.300 Euro im Bericht, Theaterservice-Chef Josef Kirchberger mit 152.400 Euro.

Das Leitungsteam

der Salzburger Festspiele ist mit einem Durchschnittseinkommen von 165.000 Euro angeführt, laut "Standard" sieht die interne Verteilung so aus: Intendant Peter Ruzicka rund 217.100 Euro, Kaufmännischer Leiter Gerbert Schweighofer rund 162.700 Euro, Präsidentin Helga Rabl-Stadler rund 108.300 Euro. Ihre Kollegen bei den Bregenzer Festspielen kamen auf durchschnittlich 152.600 Euro.

Im Museumsbereich

rangieren die Direktoren Johanna Rachinger (Nationalbibliothek, mit 189.700 Euro um 18.000 Euro mehr als 2003), Gabriele Zuna-Kratky (Technisches Museum, 188.100 Euro), Gerbert Frodl (Österreichische Galerie, 179.900 Euro), Klaus Albrecht Schröder (Albertina, 179.800 Euro) und Edelbert Köb (Museum Moderner Kunst, 178.500 Euro) hinter Seipel.