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29. März 2005, Neue Zürcher Zeitung Im Zeichen des roten BullenMalerei im Salzburger Hangar-7Das Getränk in der silbrig-dunkelblauen Dose schmeckt nach Gummibärchen, ist zuckersüss und soll manchen Flügel verleihen. Und es ist zudem ein lukratives Geschäft. Neuerdings fliessen Teile dieses Gewinns auch in ein neuartiges Kunstprogramm, dessen erste Präsentation zurzeit im Hangar-7 gleich neben dem Salzburger Flughafen zu sehen ist. Im selben Hangar trifft man auch auf historische Flugzeuge der «Flying Bull»-Flotte, auf diverse Bars und ein gediegenes Restaurant. Kunst und JetsNun wird der Hangar der Öffentlichkeit mit der Ausstellungsreihe «Art & Air» als neue Plattform für junge Künstler vorgestellt. Eine Expertenjury, der so namhafte Vertreter der österreichischen Museumslandschaft wie Carl Eigner, Peter Baum, Edelbert Köb und Peter Pakesch angehören, hat die Künstler Béatrice Dreux, Edgar Honetschläger, Anna Meyer, Katrin Plavcak, Martin Schnur, Maja Vukoje und Wolfgang Wirth eingeladen, im Hangar eine repräsentative Auswahl ihres Schaffens zu zeigen. Die Werke hängen auf grauen, an Flügel erinnernden Stellwänden, die während der Ausstellung einen halben Meter über dem Boden schweben und nach Bedarf mittels Motoren ganz hochgezogen werden können. Kathrin Plavcak zeigt skurrile Welten - manche ihrer Bilder erinnern an eine Schlittenfahrt auf dem Mond, andere strahlen trotz dem bleichen Farbauftrag eine unglaubliche Lebendigkeit aus. Anna Meyers Billboard-Bilder thematisieren die Werbung und den Konsum, aber auch die Anonymität der Menschen in diesem Kontext. Während die Menschen auf ihren Bildern, ähnlich wie bei Wolfgang Wirth, eher als Chiffren gelesen werden können, strahlen die Figuren bei Martin Schnur und Maja Vukoje eine grössere Intimität und durch surreale Elemente auch Individualität aus. Edgar Honetschlägers Arbeiten schliesslich verschränken teils gegenständliche, teils abstrakte Welten zu einem dichten textartigen Gefüge. So ist ein abwechslungsreicher und spannungsreicher Überblick entstanden, der einzig durch die etwas zu dichte und unmotivierte Hängung disharmoniert wird. KunstförderungRed Bull will mit dieser Ausstellung einen ersten Akzent innerhalb eines Kunstförderungsprogramms setzen. Die bereits bekannten Künstler und Künstlerinnen sollen den Nachrückenden den Weg ebnen - oder in der blumigen Sprache von Red Bull ausgedrückt: «Mit diesem einzigartigen Projekt soll nun auch der jungen Kunst, ihren Visionen und Zielen, Flügel verliehen werden.» Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich mit der «basis wien» eine kompetente und höchst professionelle Partnerin gefunden, die sich seit Jahren auf Information, Serviceleistungen und Dokumentation in der zeitgenössischen Kunst spezialisiert hat. Die «basis wien - Kunst, Information und Archiv», die auf www.basis-wien.at die in dieser Form grösste Datenbank für zeitgenössische Kunst in und aus Österreich betreibt, wird von Lioba Reddeker geleitet, die auch als Kuratorin der Ausstellung fungiert. Die Ausstellung ist Bestandteil eines 7-Säulen-Konzeptes, mit dem Kunst und Kultur gefördert werden sollen. So sind zum Beispiel Projekte in Zusammenarbeit mit dem von Ai Weiwei gegründeten «China Art Archive and Warehouse» in Peking oder für die «Arco 2006» in Madrid in Vorbereitung. Simon Baur Air & Art im Hangar-7. Salzburg Airport. Bis 29. April. Eintritt frei. Katalog. Informationen: www.redbull.com | |
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Diesen Artikel finden Sie auf NZZ Online unter: http://www.nzz.ch/2005/03/29/fe/articleCONBY.html | |
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