Wie berichtet, lässt Kulturministerin Elisabeth Gehrer (VP) im Februar 2002 den Mietvertrag auslaufen, der eine halbjährige Bespielung des Künstlerhauses durch die Bundesmuseen vorsah. Dadurch kommt es zu einem Einnahmenentfall von rund acht Millionen Schilling, der bisher nur zum Teil aufgefangen werden konnte: Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SP) sicherte zu, die Subvention für das Programm (zwei Millionen) zumindest zu verdoppeln.
Zudem will er den Bund in die Pflicht nehmen. Schließlich habe das Künstlerhaus österreichweit Bedeutung, und es erscheine ihm sinnvoll, wenn der eingeschlagene Weg weiter bestritten würde.
Für Morak hingegen ist das k/haus eine Wiener Angelegenheit. Ähnlich argumentiert auch Gehrer: "Das geht mich überhaupt nichts an." Sie beklagt, für ihre "Gutmütigkeit" bestraft zu werden: 1996, als es dem Künstlerhaus "wahnsinnig schlecht" gegangen sei, habe sie geholfen. Mittlerweile seien die Bundesmuseen selbstständig, sie hätte daher bereits vor zwei Jahren geschrieben, dass der Vertrag nicht verlängert würde.
Die Petition an Gehrer und Morak wurde mittlerweile von über 400 Personen
unterzeichnet.
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26. 9. 2001)
Quelle: © derStandard.at