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4.2.2003
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KOMMENTAR
Das
Kunsthaus und die Kleinen
VON CHRISTA DIETRICH E-MAIL:
christa.dietrich@vn.vol.at
Im Jahr 2001 hat alles bestens funktioniert im
Kunsthaus Bregenz. Man setzte auf große Namen und erreichte mehr
Publikum als je zuvor. Zudem konnte man bei fast jeder Ausstellung
davon ausgehen, dass hier Installationen eigens für das Kunsthaus
geschaffen wurden. Eitel Wonne überall, auch wenn sich die
hervorragende Auslastung nicht so ohne weiteres prolongieren lässt.
Wirklich Wonne? Na ja, da und dort wurde Kritik laut. Das Kunsthaus
agiert genauso wie jedes große Haus irgendwo auf der Welt.
Das soll nun anders werden. Kooperationen mit anderen - kleineren
- Einrichtungen im Land sind geplant. Anish Kapoor - wie Daniel
Buren ein Vertreter dessen was man absolute Etabliertheit nennt -
soll auch in der Johanniterkirche in Feldkirch tätig werden.
Schön. Nach dem Landestheater kooperiert nun also
auch das große Kunsthaus mit den Kleinen. Die Kulturhäuser
Betriebsgesellschaft, der Kunsthaus wie Landestheater angehören,
streckt ihre Greifarme aus. Immer noch schön. Wenn es klappt, darf
sich erst einmal Feldkirch glücklich schätzen, und von den vielen
Kunst- und Theaterschaffenden im Land ist ja nicht zu erwarten, dass
sie angesichts eines Greifarms, der ihnen zuweilen etwas
Zusatznahrung verschafft, mundtot gemacht werden. |
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