Bregenz
(VN-cd) Mit dem Ankauf der Signatur von Gottfried
Bechtold an der Silvretta-Staumauer (wir berichteten vom Vorhaben)
erstrecken sich die Aktivitäten des Kunsthauses Bregenz nunmehr über
das ganze Land.
Damit aber noch nicht genug. Das Kunsthaus setzt 2003
nicht nur auf große Namen, sondern auch auf die Zusammenarbeit mit
heimischen Initiativen.
Arbeit für die Johanniterkirche
So soll etwa Anish Kapoor, der aus Indien stammende,
englische Kunst-Star, nicht nur für das Kunsthaus eine Arbeit
entwerfen, sondern auch die Johanniterkirche in Feldkirch bespielen.
Kapoors jüngstes Werk für die Tate Gallery in London erregt gerade
internationales Aufsehen. Er hat für die einstige Turbinenhalle mit
ihren schwer zu bewältigenden Ausmaßen eine raumgreifende Skulptur
geschaffen. Das Werk "Marsyas" nimmt Bezug auf die griechische
Mythologie und erweist sich mit seiner Sogkraft als ortsbezogen und
prägnant.
Derzeit wird das "Wave Ufo" der Japanerin Mariko Mori in Bregenz
aufgebaut. Ihr folgt der Deutsche Gerhard Merz, der im Auftrag von
Kunsthaus-Direktor Eckhard Schneider einen Pavillon für die Expo in
Hannover entwarf.
Der Österreicher Franz West wird auch den Umraum des Kunsthauses
gestalten. Zusammengearbeitet wird - wie berichtet - auch mit dem
Vorarlberger Tone Fink.
"Marsyas" von Anish Kapoor für die Tate Gallery: Der
Künstler soll nicht nur das KUB, sondern auch die Johanniterkirche
bespielen.
Pavillon von Merz für die Expo: Der Künstler kommt demnächst.