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Krems zeigt Jawlensky-Retrospektive "Magische Bilder" des bedeutenden russischen Künstlers - Kurator Tayfun Belgin als neuer Leiter des Hauses vorgestellt. Krems (APA) - "Jawlensky - Magische Bilder. Die Retrospektive" ist der Titel der neuen Ausstellung in der Kunsthalle Krems. Von Sonntag (27.2.) bis zum 21. September wird Einblick in das Werk des neben Wassily Kandinsky und Kasimir Malewitsch bedeutendsten russischen Künstlers gegeben. Kurator ist - gemeinsam mit Angelica Jawlensky Bianconi - der künftige neue Leiter des Hauses, Tayfun Belgin, dessen Bestellung heute, Donnerstag, offiziell bekannt gegeben wurde.Der 47-jährige, in der Türkei geborene und in Wuppertal (D) aufgewachsene Belgin ist promovierter Kunstgeschichtler und hat in seinem neuen Job bereits einige Erfahrung gesammelt. Belgin war Künstlerischer Leiter des Kunstvereins Ruhr in Essen, Ausstellungsleiter der Galerie Neher in Essen, Kustos des Museums am Ostwall in Dortmund und von 1993 bis 1996 Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Dortmund im Bereich Design. Die Ausstellung in der Kunsthalle Krems zeigt rund 120 Gemälde und Arbeiten auf Papier aus allen Schaffensperioden Alexej von Jawlenskys (1864-1941): Vom realistischen Frühwerk über seine Reifezeit in München, dem "Rausch der Farbe" im Umfeld des "Blauen Reiter", bis hin zu den Jahren im Schweizer Exil und den "Meditationen" der Spätzeit. Ausgehend von der Faszination russischer Ikonenmalerei fand der Künstler zu einer magischen Bildwelt. Jawlensky schlug der Familientradition folgend die Militärlaufbahn ein. Als junger Leutnant ließ er sich von Moskau nach St. Petersburg versetzen, um nach dem Dienst die Kunstakademie besuchen zu können. Geprägt von der russischen Kunst, von Vincent van Gogh, Paul Gauguin und Henri Matisse übte sein Lehrer und Förderer Ilja Repin großen Einfluss auf den "Malersoldaten" aus. 1896 übersiedelte Jawlensky nach München, wo er sich zu einem der wichtigsten Künstler der frühen Moderne entwickelte und gemeinsam mit Kandinsky die "Neue Künstlervereinigung München" gründete. Die Exponate stammen von etwa 40 Leihgebern - Museen und Privatsammlungen aus Europa und den USA. Begleitend ist ein 100 Abbildungen umfassender Katalog erschienen. 2003-04-24 14:20:29 |