Hör zu - Sing mit
Eröffnung:
Donnerstag, 22. Jänner, 19 Uhr
Dauer der Ausstellung:
23. Jänner bis 6. März 2004
Öffnungszeiten: Di - Fr 13 - 18 Uhr, Sa 11 - 15 Uhr
Einzelausstellungen:
2003 - Contemporary Fine Arts, Berlin; 2002 - Kunsthall, Bergen; Galerie Anhava,
Helsinki.
Gruppenausstellungen: 2004 - Hamburger Bahnhof, Berlin. 2002 - Stop for a
moment, Museum of Contemporary Art, Istanbul; 2000 - Taidepuutarha, Töölöönlahti
2000, Helsinki; Labyrintti, Helsinki Art Hall; Soft Parade, Konsthall, Skövde,
Sweden;
"Ich
liebe Berlins hektisches Tempo," sagt der finnische Künstler Robert Lucander.
"Ich kann nicht genug davon bekommen, Leute und Werbeanzeigen und Graffitis zu
betrachten. Gestik, Gesichtsausdruck und Slogans sind wie ein Leim, der die
Gesellschaft zusammenhält."
Auf
den ersten Blick scheinen Robert Lucanders Bilder Portraits zu sein, Abbildungen
von Personen in gesellschaftlichen Situationen, häufig in Momenten geselligen
Zusammenseins.
Die
Herkunft der Bilder ist eindeutig: Models, Musiker, erfolgreiche und amüsante
Menschen treffen hier aufeinander, junge und glückliche Gesichter, Gesten,
Gläser; alle entstammen sie High-gloss-Magazinen, kalkulierten
Werbe-fotografien, dem Lifestyle der modernen Massenmedien.
Die
Materialien, die Robert Lucander verwendet, sind denkbar einfach: in Serie
hergestellte Holzplatten, industrielle Lacke und Holzfarben, die er in sehr
meisterhafter Technik einsetzt. Seine besondere Aufmerksamkeit widmet er dabei
dem, was Malerei und Gesellschaft auf den ersten Blick ausmacht:
Oberfläche.
Seinen
Weg als Maler begann er in der Tradition der modernen amerikanischen Malerei,
seine abstrakten Frühwerke erinnern an große Vorbilder wie Barnett Newman und Ad
Reinhardt.
Im
Zentrum seiner künstlerischen Arbeit stehen heute neben glatten, glänzenden
Farboberflächen feingezeichnete Portraitstudien, detailliert gestaltete Gestik
und Mimik und eine beinahe plastische Ausarbeitung der Hautpartien.
Glänzende Oberflächen stehen für glatte, gesellschaftliche Situationen, doch studiert Robert Lucander in seinen figurativen Arbeiten weit mehr als die bloße Oberfläche von Malerei, Menschen und Gesellschaft. Worum es ihm wirklich geht, ist die wortlose Kommunikation, ist der ungeschriebene soziale Kodex und dessen Ungereimtheiten, nach dem menschliches Zusammentreffen funktioniert. Ohne es direkt zu denunzieren, bringt er somit das Existenzielle im wahrsten Sinne des Wortes "an die Oberfläche".
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Die
Ausstellung wird unterstützt von