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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst | Biennale von Venedig  
07. Juni 2005
16:57 MESZ
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Biennale-Schabus 
Foto: APA/Klomfar

Hans Schabus baut "ersten Berg Venedigs"
Österreichischer Pavillon wird bei "Das letzte Land" umgestaltet - Eröffnung am Freitag

Wien/Venedig - Von einem Alpengipfel aus Venedig und das Meer zu sehen - und das noch dazu hautnah: Dieses Erlebnis verspricht der vom Künstler Hans Schabus gestaltete Österreich-Pavillon bei der 51. Kunstbiennale in Venedig (12. 6. bis 6. 11.). Unter dem Titel "Das letzte Land" errichtet der Künstler auf und um den Hoffmann-Bau eine "Alpenfestung" und will dem Pavillon dadurch eine neue Identität verleihen. Offiziell eröffnet wird der österreichische Pavillon am Freitag (11. Juni, 17 Uhr) im Beisein von Kunststaatssekretär Franz Morak (V).

"Für mich war entscheidend, einen Künstler auszuwählen, der den Pavillon als Einheit erfasst, als singulären Raum. Nicht als Ort einer Ausstellung, ob aktuell oder retrospektiv, sondern als Objekt für eine künstlerische Intervention", so Kurator Max Hollein, der den Gironcoli-Schüler nominiert hat, im Vorfeld der Eröffnung in einer Aussendung. Der Pavillon blickt nach der Intervention Schabus' nur noch an seinen äußeren Ecken unter dem Stein-Aufbau hervor.

Mit "Das letzte Land" versetze Schabus den "Mythos des Berges, der gerade Österreich umweht, in einer kühnen Geste in die auf Wasser gebaute Lagunenstadt", heißt es in der Aussendung. Im Inneren des Kunstberges - der "erste und vielleicht letzte Berg" Venedigs - führen labyrinthartige Treppenaufgänge zum "Gipfel", wo durch Luken der Blick auf das Meer und die Stadt freigegeben wird.

Zuletzt hat der 1970 in Watschig (Kärnten) geborene Künstler Ende 2004 im Kunsthaus Bregenz seine das ganze Haus umfassende Installation "Das Rendezvousproblem" gezeigt: Dabei war seine Zugreise nach Bregenz als Videoprojektion präsent, die Weiterreise per Lastenlift eröffnete einen filmischen Panoramablick, während Schabus' 52 Kilometer lange fiktive Verlängerung des Arlbergtunnels sich durch Aushubmaterial materialisierte. Mit Wasserpfützen und Feuerwehrschläuchen, die an das Hochwasser von 1999 erinnerten, und 22 in einem Obergeschoss gestrandete Boote wurde auch der Bodensee miteinbezogen. Für die "Astronaut (komme gleich)" genannte Secessions-Schau ließ er den Haupteingang zumauern und in den großen Ausstellungsraum ein fensterloses 1:1-Modell seines Ateliers bauen.

Die Ansprüche sind jedenfalls wenige Tage vor der Eröffnung hoch. Bei der Präsentation von Schabus als Biennale-Beitrag meinte Hollein im September 2004: "Ich erwarte, dass er sich durchsetzt in diesem Rummel." (APA)


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