Dornbirn (VN-cd) Seine Schalen und Objekte wirken edel, die
Urform ist klassisch, die Endform zeitgemäß, und was die Farbe
betrifft, so haben viele Objekte des Dornbirners Thomas Bohle
schlicht und einfach Signalwirkung.
Und die macht die weltweit verstreuten Kenner längst auf den
Vorarlberger aufmerksam. Unlängst waren Objekte von ihm bei einer
großen Keramik-Schau in Tokyo vertreten und konnten neben der großen
asiatischen Konkurrenz bestehen - zuvor noch geschah dasselbe in
London. Dort waren Schalen à la Bohle immerhin im renommierten
Viktoria & Albert-Museum zu sehen. Die Keramikerszene traf sich
dort nämlich bei einer Messe.
Atelier in Dornbirn
Nun erhielt Thomas Bohle für zwei weitere Objekte den
Bayerischen Staatspreis. Gefertigt wurden sie in seinem Atelier
in Dornbirn. Nach der Arbeit an der Töpferscheibe erfolgt ein Roh-
und ein Glasurbrand. Eine Kupferglasur nach chinesischer Tradition
ist das, was Keramikkenner nun beeindruckt und was Bohle besonders
gut gelingt. "Oschsenblut"-Glasur heißt die Oberflächengestaltung im
Volksmund. Bohle wird dranbleiben, eine Einladung nach Korea ist in
diesen Tagen gerade ins Haus geflattert.