VN Sa, 25.3.2006

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Kultur 

"Ochsenblut"

wirkte wie

ein Signal

Dornbirner Keramiker Thomas Bohle erhielt den Bayerischen Staatspreis.

Dornbirn (VN-cd) Seine Schalen und Objekte wirken edel, die Urform ist klassisch, die Endform zeitgemäß, und was die Farbe betrifft, so haben viele Objekte des Dornbirners Thomas Bohle schlicht und einfach Signalwirkung.

Und die macht die weltweit verstreuten Kenner längst auf den Vorarlberger aufmerksam. Unlängst waren Objekte von ihm bei einer großen Keramik-Schau in Tokyo vertreten und konnten neben der großen asiatischen Konkurrenz bestehen - zuvor noch geschah dasselbe in London. Dort waren Schalen à la Bohle immerhin im renommierten Viktoria & Albert-Museum zu sehen. Die Keramikerszene traf sich dort nämlich bei einer Messe.

Atelier in Dornbirn

Nun erhielt Thomas Bohle für zwei weitere Objekte den

Bayerischen Staatspreis. Gefertigt wurden sie in seinem Atelier in Dornbirn. Nach der Arbeit an der Töpferscheibe erfolgt ein Roh- und ein Glasurbrand. Eine Kupferglasur nach chinesischer Tradition ist das, was Keramikkenner nun beeindruckt und was Bohle besonders gut gelingt. "Oschsenblut"-Glasur heißt die Oberflächengestaltung im Volksmund. Bohle wird dranbleiben, eine Einladung nach Korea ist in diesen Tagen gerade ins Haus geflattert.

Vorarlberger Keramiker Thomas Bohle beim Aufbauen eines Objekts auf der Drehscheibe. (Foto: Klaus Andorfer)

Objekt von Bohle: Kupfer ist für das Rot verantwortlich.

(Foto:Lampelmayr)

Die Japaner haben meine Arbeiten besonders begeistert.

THOMAS BOHLE




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