Kündigung aus Protest
GrAZ (SN-m.b.). Wieder Turbulenzen im Universalmuseum Joanneum: Nachdem dem Institut „Kunst im öffentlichen Raum“ von der Politik die Mittel kürzlich um 50 Prozent auf 500.000 Euro gekürzt worden waren, reichte Institutschef Werner Fenz nun seine Kündigung ein. Mit ihm scheidet auch die Projektkoordinatorin Evelyn Kraus freiwillig aus.
„Für die Kunst waren nur noch 350.000 Euro vorgesehen, eine Mitarbeiterin wurde abgezogen“, erklärte Fenz. Und: „Wir haben die Nase voll von den Frechheiten gegen die Kunstschaffenden und von der Missachtung bestehender Gesetze.“ Damit spielt Fenz auf die Halbierung des Budgets: „Sparen ja, aber es gibt Grenzen. So geht es nicht mehr.“ Der scheidende Institutsleiter hält es für unverantwortlich, seinen Auftrag unter den „neu produzierten willkürlichen Bedingungen der Kulturpolitik und der Kulturverwaltung“, zu der er auch das Joanneum zählt, zu erfüllen.
Eine Petition an den steirischen Landtag ist in Vorbereitung. Joanneumsdirektor Wolfgang Muchitsch zeigte sich ob der Kündigungen „überrascht“. Wie es mit dem Institut weitergehen soll, will man im Sommer klären.


















