Anzinger "hat es verstanden, den Übergang ins Heute zu schaffen und hat aus der Position der neuen Wilden heraus das Spektrum seiner Arbeiten erweitert", so Kunststaatssekretär Franz Morak (V) in der Aussendung. "Mit seinen Werken hat er wesentlich zur Entwicklung der österreichischen Malerei beigetragen".
Anzinger ist einer der Hauptvertreter der "Neuen Malerei"
Der am 25. Februar 1953 in Weyer (Oberösterreich) geborene Anzinger hat von 1971 bis 1977 an der Akademie der bildenden Künste in Wien studiert. Anzinger ist einer der Hauptvertreter der "Neuen Malerei", die sich in Österreich Anfang der 80er Jahre etablierte.
Bereits 1982 war Anzinger österreichischer Teilnehmer an der documenta VII in Kassel. Hans Hollein hat 1988 bei der Biennale in Venedig Anzingers Malerei präsentiert. Seit 1997 ist der in Wien und Köln lebende Künstler Professor für Malerei an der Kunstakademie in Düsseldorf. Im Jahr 2002 zeigte die Sammlung Essl "Anzinger. Lebschik. Werkschau aktueller Arbeiten", zuletzt waren Arbeiten Anzingers im Rahmen der Ausstellung "Neue Wilde. Eine Entwicklung" ebenfalls in der Sammlung Essl zu sehen.
Höchstrangige Auszeichnung für hervorragende Leistungen
Der Große Österreichische Staatspreis ist die höchstrangige Auszeichnung, die von der Republik Österreich einmal jährlich einem Künstler für hervorragende Leistungen verliehen wird. Er wurde 1950 vom damaligen Unterrichtsminister Felix Hurdes geschaffen. Er wird auf Vorschlag des Österreichischen Kunstsenats ohne festgelegtes Rotationsprinzip innerhalb der Sparten Literatur, Musik, bildende Kunst und Architektur für ein künstlerisches Lebenswerk vergeben und ist derzeit mit 30.000 Euro dotiert. Seit 1971 wird der Preis, der zuvor jährlich in mehreren Sparten vergeben werden konnte, nur noch an eine einzige Person pro Jahr vergeben.
Preisträger der vergangenen Jahre waren Wolfgang Bauer, Ilse Aichinger, Günter Brus, Christian Ludwig Attersee, Andreas Okopenko, Coop Himmel-b(l)au, Wilhelm Holzbauer, Gert Jonke und 2002 H. K. Gruber. (APA)