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Erster Zwischenbericht fällt positiv aus

21.12.2007 | SN
Expertenstudie stellt dem Salzburger Kulturleitbild ein gutes Zeugnis aus.

SALZBURG (apra). Die Zwischenevaluierung des Salzburger Kulturleitbildes, welches im Jahr 2001 vom Gemeinderat auf zehn Jahre beschlossen wurde, fällt laut Expertenurteil positiv aus. "Es herrscht eine gute Grundstimmung", sagt Kurt Luger. Der Kommunikationswissenschafter wurde von der Stadt beauftragt eine unabhängige Studie zum Stand der Umsetzung durchzuführen. Dazu wurden mit 20 Vertretern aus Kunst und Kultur Gespräche geführt.

Fördernehmer müssten nicht mehr permanent um Budgets kämpfen. Der Kulturfonds der Stadt habe sich als zusätzliche Förderschiene bewährt, so Luger. Einen Nachholbedarf sieht Luger in der Kommunikation nach außen. Die wenigsten hätten die positiven Veränderungen mit dem Kulturleitbild in Verbindung gebracht. Das große Thema der nächsten Jahre werde der Finanzausgleich zwischen der Stadt und den Umlandgemeinden sein. Letztere zahlen für städtische Kultureinrichtungen nicht mit.

"Wir konnten in den vergangenen sechs Jahren 70 bis 80 Prozent der Maßnahmen umsetzen", so die Leiterin der Kulturabteilung Ingrid Tröger-Gordon. Sicher sei nicht alles heile Welt, aber die Kultureinrichtungen seien grundsätzlich besser abgesichert als noch vor ein paar Jahren. Der Budgetanteil der Kulturabteilung am Gesamthaushalt der Stadt sei von 4,9 (2001) auf 7,4 Prozent (2006) gestiegen.

Die Frage, inwieweit das Kulturleitbild selbst evaluiert werden muss, werde sich erst nach der Gemeinderatswahl 2009 stellen. Fest steht nur: In den vergangenen sechs Jahren habe sich einiges überholt. So mache es beispielsweise keinen Sinn Inititaiven zu setzen, die bereits in einem Tourismusleitbild verankert sind. Konkrete Schwerpunkte setzt die Kulturabteilung in den nächsten Jahren im Bereich Film, Tanz und zeitgenössischer Musik. Ab 2008 werde es in Kooperation von Stadt und Land einen "Tag des Salzburger Films" im DAS KINO geben. In Ausarbeitung ist auch ein neues Förderungskonzept für zeitgenössischen Tanz, das eine Zweijahresvereinbarung vorsehe. Die zusätzliche Projektförderung für bestehende Institutionen der freien Tanzszene soll zudem ausgebaut werden. Ein wesentlicher Punkt sei die Gründung einer Salzburg-Biennale für zeitgenössische Musik ab 2009. Diese soll mit je 300.000 Euro durch die Stadt und den Tourismusverband Salzburger Altstadt unter Beteiligung des Landes finanziert werden. Künstlerischer Leiter ist Hans Landesmann.

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