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Kunstberichte

Kunst schauen statt kaufen

Ein Rettungsring für den Kunstmarkt: "The Follower" von Jonathan Monk, in London zu erstehen. Foto: reuters

Ein Rettungsring für den Kunstmarkt: "The Follower" von Jonathan Monk, in London zu erstehen. Foto: reuters

Aufzählung Messe in Moll: Bei der "Frieze" halten sich Käufer zurück.

London. (est)In den Gängen der Londoner Kunstmesse "Frieze" gab es am Eröffnungsabend am Mittwoch kaum ein Vorwärtskommen. Doch der Geldstrom auf dem Kunstmarkt hat einiges an Kraft verloren.

Neben der Art Basel und der Art Basel Miami gilt die "Frieze" als wichtigste Messe für zeitgenössische Kunst, in Zeiten der Finanzkrise ist sie ein Stimmungsbarometer für den Kunstmarkt. Im Londoner Regent’s Park stellen 150 Galerien rund 1000 Künstler vor. Ein Gutteil des Geschäfts wird traditionell am ersten Abend gemacht.

Einige der weltweit tätigen Galerien sprachen bereits zu Beginn von guten Verkäufen. Vergleichsweise kleinere Galerien gaben jedoch an, dass die Sammler zurückhaltender seien als in den vergangenen drei Jahren, als sie sich noch um die Kunstwerke rissen. "Die Spontankäufe aus geldgetriebenen Branchen fehlen", bringt es eine US-Galeristin im "Art Newspaper" auf den Punkt. "Ich habe es nicht eilig, zu kaufen", zitiert das Magazin einen US-Sammler.

Ob die Devise nunmehr tatsächlich "schauen statt kaufen" heißt, soll sich Ende der Woche bei den Herbstauktionen von Sotheby’s und Christie’s zeigen.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

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