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derStandard.at | Kultur | Gedankenjahr | Plakative Erregung 
30. Dezember 2005
22:22 MEZ
EU-Plakate: Sind für Schüssel nur ein "Mosaiksteinchen"
Zur Entfernung: "Das ist jetzt nicht mein Thema für die Präsidentschaft"

Wien - Nachdem die umstrittenen Sex-Plakate der Aktion "Peace gerollt" wieder entfernt wurden, hat sich auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) erstmals persönlich zur Causa zu Wort gemeldet. Sein Bild von Europa sei eines "aus vielen einzelnen Identitäten", so der Kanzler in der Tageszeitung "Die Presse" (Samstag-Ausgabe). Ob auch die provokanten Beiträge der Künstler solche Farbtupfer Europas seien? "Natürlich sind sie das", sagte Schüssel.

Das sei aber nur ein "Mosaiksteinchen". Deshalb habe auch die Initiatorengruppe gemeint, Österreich solle die unterschiedlichen Stimmen der Kunst sichtbar machen. "Dass es dabei auch bestimmte geschmackliche und künstlerische Qualitätsnormen geben sollte, steht außer Frage. Das haben die Initiatoren ja auch selbst eingesehen", meinte der Kanzler. Dass die Arbeiten letztlich zurückgezogen wurden, wollte Schüssel nicht direkt kommentieren: "Das ist jetzt nicht mein Thema für die Präsidentschaft. Wir haben mitgeholfen, das über verschiedene Sponsoren Aktivitäten möglich geworden sind. Das halte ich nach wie vor für gescheit. Ich bedaure das auch nicht." (APA)


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