Kunstdiplomat wird Leiter im MAK
Nach Turbulenzen übernimmt Christoph Thun-Hohenstein
WIEN (SN). Nach den Turbulenzen um Direktor Peter Noever soll im Museum für angewandte Kunst (MAK) wieder Ruhe einkehren. Christoph Thun-Hohenstein wird im September die wissenschaftliche Geschäftsführung übernehmen. „Ich bin fanatischer Verfechter eines völlig zeitgenössischen Umgangs mit Tradition“, sagt er. Zuletzt war der 51-Jährige als Kreativförderer tätig. Einige Jahre leitete der gebürtige Kärntner das Österreichische Kulturforum in New York und stand als Europarechtsexperte auch in diplomatischem Dienst. „Ich bin ein leidenschaftlicher Vernetzer“, sagte Thun-Hohenstein am Montag in einer Pressekonferenz über sein internationales Kontaktnetz.
„Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Erneuerer bin“, sagt der designierte MAK-Direktor. Das Haus solle zum „eigenständigen Kreativlabor“ werden, der Diskurs mit anderen Institutionen sei zu pflegen.


















