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Kunstberichte

Früherer Albertina-Chef Konrad Oberhuber gestorben

Aufzählung Konrad Oberhuber wertete Schönbergs Malerei auf.

Wien. (b.b.-b.) Am Mittwoch ist Konrad Oberhuber, der ehemalige Direktor der Albertina und Professor für Kunstgeschichte an der Harvard University in Cambridge in San Diego (Kalifornien) einem Krebsleiden erlegen. Der 1935 in Linz ge borene Oberhuber war bis zuletzt in Wien als Dozent an der Universität tätig.

Oberhuber hatte Kunstgeschichte, Archäologie, Psychologie und Philosophie studiert und war ausgebildeter Englisch-Dolmetscher. Als einer der wenigen österreichischen Kunsthistoriker erreichte ihn nach seinen Jahren als Assistent und Kustos an der Albertina 1971 der Ruf an die National Gallery in Washington. Er habilitierte sich mit einer Arbeit über Raphael, über dessen malerisches Werk er 1999 auch ein Buch veröffentlichte.

Als Direktor der Albertina hat der Zeichnungskenner mit Weltruhm verstärkt amerikanische Gegenwartskunst angekauft. Er engagierte sich aber auch für die Malerei Arnold Schönbergs, die er, entgegen der bis dahin gültigen Auffassung, höher einstufte denn als einen begabten Dilettantismus. Neben einem ungeheuren visuellen Gedächtnis hatte Oberhuber eigenständige Analysemethoden entwickelt.

Oberhubers Führungsstil als Direktor der Albertina galt als sympathisch chaotisch, es muss ihm aber die Planung und der Beginn des Umbaus des Hauses zu Gute gehalten werden.

Donnerstag, 13. September 2007


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