Salzburger Woche am 24. August 2006 - Bereich: Flachgauer Nachrichten
Von "Sturheit und Präzision"

Eine Werkschau und ein umfassendes Portrait seines Schaffens: Hans Weyringer lud zur Buchpräsentation in sein Atelier in Sighartstein. JOCHEN LINDER

Neumarkt. "Wüst´ a zum Weyringer?" fragte der Feuerwehrmann und wies einen in Richtung des immer knapper werdenden Parkraums in Sighartstein - rund um das Atelier von Hans Weyringer. Es herrschte Massenandrang. Die Prominenz gab sich die Klinke in die Hand. Von Matthias Boeckl von der Universität für angewandte Kunst und Dieter Ronte, dem Direktor des Kunstmuseums Bonn, über Freunde wie Sepp Forcher bis hin zu Gemeindebundpräsidenten Bgm. Mödlhammer oder LH-Stv. Othmar Raus kamen alle zur Werkschau des Künstlers, der sich als Vertreter der neuen wilden Malerei einen Namen machte, wie als Bildhauer.

Gleichzeitig präsentierte Weyringer im Zuge seines Atelierfestes sein bisheriges Lebenswerk in Buchform mit dem Titel "Pirato auf der Suche nach F.T". Dabei geht es um die Werkzyklen von Hans Weyringer. In dem umfangreichen, sehr gelungenen und hochwertig gearbeiteten Werk werden die Arbeiten von Weyringer zwischen 1970 und 2004 vorgestellt.

Wobei der Künstler - ursprünglich gelernter Tischler und studierter Architekt - alles andere als müde geworden ist. Nach seinem umfangreichen Mozartzyklus arbeitet Weyringer derzeit an einer Skulptur für den Flughafen Salzburg. Und genau das sei ihm wichtig: "Kreativität und intensive Auseinandersetzung mit der Kunst - seine Arbeit." Er, als Südtiroler mit den "hervorstechendsten Merkmalen" seiner Landsleute, verfolge diese Arbeit mit Sturheit und Präzision."