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| Hauptausgabe vom 11.03.2003 - Seite 008
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| Erfrischende "Fleisch"-Bilder
"Ich werde wohl immer gegenständlich bleiben." 600 Aktstudien hat die 44-jährige Linzerin Roswitha Zeininger in den letzten 15 Jahren geschaffen. Rückansichten einer fast überirdisch zartweißen, zusammengekrümmten Gestalt, eines lässig am Bauch liegenden, üppigen Frauenkörpers, einer knallroten Figur haben in ihrer Unterschiedlichkeit eines gemeinsam: Sie wirken kein bisschen peinlich oder obszön.
Sogar salopp auf Hinterteil oder den Oberschenkel gepinselte Signaturen erscheinen nur auf den ersten Blick ein wenig wie "Fleisch abstempeln". Sie sind nur einer Frau erlaubt, die einen so unvermittelten und erfrischenden Zugang zu Körperlichkeit und Nacktheit gefunden hat.
In der Bürogalerie von Landesrat Steinkellner hängen auch ganz neue Arbeiten von Zeininger, bei denen sie auf dreidimensionale Oberflächen setzt, faltet, knüllt, mit Nägeln spickt, Löcher in den Untergrund schneidet. Leider hat sie zu Gunsten dieser Collagen in der Ausstellung fast völlig auf ihre interessanten Mumienbilder verzichtet. Die sind nur in ihrem 15 Schaffensjahre umfassenden Katalog zu sehen. (dh)
Bürogalerie (Promenade 37, Linz): bis 9. 4. |
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